Mont Aigoual

Bergwertung. Und was für eine! Lang. Intensiv. Fast völlig verkehrsfrei. Wunderschöne Landschaft. Wildblumen. Rundumblick.
Blauer Himmel und im Gegensatz zum Tag zuvor fast völlige Windstille bescherten uns einen optimalen Start. Es ging auch gleich zur Sache, wir hatten ja im Talschluss übernachtet, deswegen war jetzt Bergstraße das Programm. Die Steigung aber die ersten zehn Kilometer durch die Bank sehr angenehm, nie wirklich steil. So kurbelten wir uns aus dem Tal der Borgne hinaus, immer wieder einen schönen Ausblick auf winzige Bergdörfer auf ihren eigenen Hügeln gelegen, zunächst von unten, ein Weilchen später von oben.
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Verkehr gab es quasi keinen auf dieser Straße. Es mögen uns auf diesen Bergsträßchen heute 30 Autos begegnet sein, bestimmt nicht wirklich mehr. Ich habe das starke Gefühl, noch nie so verkehrsarm auf Europas Straßen unterwegs gewesen zu sein.
Zwischendrin wurden mal zwei steile Kilometer geboten. Dort war meinerseits Rohloff Eins angesagt, damit aber gut zu machen. Und dieses
Steilstück wurde – wie letztes Jahr im Schweizer Jura – mit Wiesen voller wilder Osterglocken belohnt. Wunderschön.
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Dann noch mal 7 km auf breiterer und etwas flacherer Straße. Vier Kilometer vor es Gipfel schlug Graham eine Snackpause vor. Ich zwiebelte mir einen Zauber-Proteinriegel rein, der kaum zu kauen war und eigentlich furchtbar schmeckte. Aber nur kurze Zeit nach diesem letzten Aufbruch zog der Booster und ich haute mir die letzten Kilometer rein, als wäre ich frisch wie der junge Morgen. Krasser Effekt, hätte ich nicht gedacht.
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Und dann das Gipfelerlebnis! Nach 27 km harter Arbeit aber wirklich eine Belohnung par Excellence. Vom zweithöchsten Gipfel der Cevennen hat man einen Rundblick in buchstäblich alle Richtungen, an klaren Tagen von den Pyrenäen zum Mittelmeer und zum Mont Blanc. Ganz so viel sah man heute nicht, aber nichtsdestotrotz ein Hammerausblick.
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Die Abfahrt war ebenfalls herausragend. Über vierzig Kilometer, von denen. auf etwa drei ein ganz leichter Gegenanstieg zu vermerken war. Meistens auf guten Straßen und auch hier wieder nie wirklich steil: man konnte es oft einfach so laufen lassen. Auch hier wieder spektakuläre Ausblicke auf ausgesetzte Dörfer und felsige Schluchten. Und als man sich dem Talgrund näherte, taute man auch langsam wieder auf, war doch ein recht fieser Nordwind unser Begleiter gewesen.
Noch ein Stückchen legten wir im Tal des Dourbie zurück, beschlossen aber, im sehr einladend wirkenden Ort Nant zu bleiben. Der Bäcker half uns mit mehreren Telefonaten bei der Unterkunftssuche. Wir landeten im wunderschön am Bach gelegenen Hotel Durzon, und speisten downtown mal wieder exzellent. Nur der Regen, der uns beim Rückweg um Hotel ziemlich nass machte, hätte nicht unbedingt sein müssen…

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2 Gedanken zu „Mont Aigoual

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