Operation Alpensturm – Teil 1: Silvretta-Hochalpenstraße

Im dichten Nebel starteten wir. Zunächst war nur die übliche Flachwertung nach Friedrichshafen zu absolvieren. Von dort nahmen wir den Zug zu Hilfe, um direkt am Fuß der richtigen Berge zu starten. In Bludenz begannen wir denn die eigentliche Tour.
Der erste Regenschauer war vom Zugfenster aus leicht zu ertragen und beim Ausstieg in Bludenz war es zumindest trocken. Nach erstem Proviantsturm auf einen beeindruckend großen Sparmarkt fanden wir nach einigem Rumgeeiere den Radweg an der Ill. Ja, großes I und zwei kleine l, nicht römisch drei. Der Bach heißt so.
Bis nach Partenen blieben wir auf diesem sehr erfreulichen Radweg. Meistens asphaltiert und fernab von Verkehr und Straßenlärm verlief dieser Weg an der Ill entlang. Das einzige, was es zu monieren gab, war die ständige leichte Steigung, die größere Rolleuphorie verhinderte. Aber die Richtung bergauf war ja zunächst Plan A.
In Partenen pünktlich zur Mittagspausenzeit ergoss sich Schauer Nummer zwei über uns. Wir nutzten die Gelegenheit zu einer Einkehr. Tatsächlich hörte es nach einer ausgiebigen Pause wieder auf und ganz zaghaft zeigte sich sogar ab und zu die Sonne.
Danach war Schluss mit Pillepalle und die eigentliche Passstraße startete. Richtig schöne Kehren schon im unteren Teil zogen einen allmählich höher. Wegen des etwas zweifelhaften Wetters hielt sich der Motorradfahrerbefall in gut zu ertragenden Grenzen. Was allerdings etwas störte, waren haufenweise Baustellenlaster.
Am Vermunt-Stausee, etwa 300 hm unterhalb der Passhöhe, war dann auch klar, warum – eine einzige Großbaustelle. Schilder am Straßenrand: Achtung, Sprengungen (was man im Sprengungsfall aber machen sollte, stand nicht drauf) und „Vorsicht, verschmutzte Fahrbahn“ – hätte ich ohne Schild überhaupt nicht bemerkt.
Kurz vor der Passhöhe machten die immer drohender aussehende Wolken ernst, es fing zum dritten Mal an zu regnen. Und dann noch eine echt steile Rampe zum Schluss. Wir Helden.
Nach einem weiteren Einkehrschwung, der den Regen allerdings nicht zur Aufgabe bewegen konnte, zogen wir zähneknirschend alle Funktionsbekleidung an und begaben uns in die kühle Bergab-Dusche. Nach 8 km Regenfahrt kamen wir in Galtür an. Der eigentlich Plan wäre ja Landeck gewesen, da es aber immer noch regnete, mieteten wir uns hier ein Zimmer und beschlossen den Tag. Mehr als 1400 Höhenmeter sind ja auch ganz gut für den ersten Tag, da reichen dann auch 70 km.

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