Zweigeteilt

Llandovery – Amroth 86 km

Sowohl das Wetter als auch die Route waren am heutigen Tag komplett zweigeteilt. Der Tag begann sehr grau, es hatte sogar etwas geregnet und da die Räder draußen an der Regenrinne angeschlossen übernachten mussten, musste auf nassem Sattel zum Start Platz genommen werden. OK, man überlebt auch so etwas.

Die ersten 25 km war zunächst mal Hauptstraße angesagt – es gab keine wirklich sinnvolle Alternative in unserer Richtung. Was sich als ziemlih scheußlich herausstellte, da westlich von unserem Übernachtungsort der Verkehr doch wieder beträchtlich stärker war. Natürlich waren wieder ein paar wenige Idioten unter den Überholern, die nicht abwarten konnten, bis die Gegenspur frei war. Und ein Mega-Idiot kam uns mit Vollgas auf unserer Spur während des Überholens entgegen. Kaum wert zu erwähnen, dass die „Bundesstraßen“ hier erheblich schmaler sind als unsere, selten einen Seitenstreifen haben und darüberhinaus oft einen Randstein an der Seite, an dem ich nicht entland schraddeln möchte.

Irgendwann erreichten wir allerdings zum Glück lebend unsere anvisierte Abzweigung zum Dwyslyn Castle, die uns wieder auf eine National Cycle Route führte. Weitere 9 Meilen hatten wir dann eine ruhige Straße bis Carmarthen, eine ziemlich unspektakuläre Kleinstadt, die wir für den Mittagspausenstopp nutzten.

Danach hielten wir uns weiter auf Cycle Route Nr. 4 Richtung Westen, die am Nachmittag wieder einiges an Hügelprogramm zu bieten hatte. Sehr gemütliche, schmale Sträßchen, die aber zielsicher immer über den höchsten Punkt, der irgendwie verfügbar war, führten. So gemütlich, dass sich sogar drei Hofhunde in vollendeter Wellness-Position mitten auf der Straße breit gemacht hatten und überhaupt nicht von uns Radlern zu beeindrucken waren. Einer hob mal seinen Kopf, aber das war’s dann auch schon mit Aktivität. 

  
 Das Wetter war inzwischen wieder super sonnig mit einigen nett den Himmel verzierenden Wölkchen. Was sehr schön war, aber auch den Schweiß fließen ließ. Und eine der Hügelwertungen kam als durchgehend sehr steil, unterbrochen von einigen Metern steil daher. Bisher hatte ich alle Hügelwertungen immer ohne zu maulen langmütig hinauf gekurbelt, diese war so ätzend, dass ich den Hügel ganz schön zur Sau machte. Er kümmerte sich allerdings wenig darum.

  
Wir wurden reich entlohnt. Oben angekommen, öffnete sich ein weiter Blick über den Meeresarm zwischen Südwestengland und Wales. Die Küstenlinie ist sehr pittoresk mit steil abbrechenden felsigen Klippen. Wunderschön an dieser ist Amroth, unser Zielort, gelegen. Und wunderschön auch der Meeresblick von der Terrasse unseres B&B, wo wir zur Ankunft mit Teeund Kuchen verwöhnt wurden. Was für ein Service.

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