Barcelona und so weiter

Perpignan – Collioure 40 km

Drei gute Nachrichten: das Fahrrad kam mit im Flieger, das Fahrrad durfte im Hostal übernachten und ich wurde in dieser großen unbekannten Großstadt, in der  ich mitten in der Nacht ankam, nicht von bösen Menschen überfallen. Überhaupt ist Barcelona Sonntag nachts um halb eins ja eher so Party pur – also die Menschen, die auf den Ramblas flanierten, kamen mir vor wie Friedrichshafen Uferpromenade Sonntag Nachmittag, wenn richtig gutes Wetter ist.

Dafür wirkte die Stadt am Montag früh wie ausgestorben. Unbehelligt fuhr ich auf zum Teil dreispurigen Boulevards zum Bahnhof Sants, von wo aus der Rest meiner Reise nach Perpignan startete. Die Spanier scheinen recht diametral zu uns Deutschen zu leben.Nach doch wieder einigen Stunden gemütlichen Geschiebes mit Regionalzügen durch zum Teil sehr schöner Landschaft erreichte ich um die Mittagszeit Perpignan, wo wie verabredet Graham auf mich wartete. Nach einem ersten Kaffee in einer typisch französischen Bar mit Tischchen an der Straße starteten wir in Richtung Meer.

Die Ramblas montags früh – wie ausgestorben.


Zunächst per Navigations-App zickzack durch engste Gassen von Perpignan („That’s definitely not a main road“) mäandernd erreichten wir wenig später den Mittelmeer-Beach. Ziemlich busy, da in Frankreich auch Feiertag war und offensichtlich haufenweise Ausflügler den schönen Tag am Meer genossen. Wir nahmen die Radroute direkt am Meer, wo ein guter Fahrradweg direkt an der Straße entlang führt, die aber leider ziemlich verkehrsverseucht war. 

Am Ender der kurzen Nachmittagsetappe wurde die Küste hügelig und interessanter. Wir überquerten einen kleinen Hügel und kamen gegen 18:00 in unserem anvisierten Zielort Collioure an. Ein sehr schöner Ort mit einer beeindrucken großen und gleichermaßen pittoresken Festung direkt am Ufer und ein einst in Künstlerkreisen sehr bekannter und inspirierender Ort. Hier soll die Wiege des Fauvismus sein. Auf jeden Fall hängen in der Bar „Les Templiers“ haufenweise Gemälde von namhaften Künstlern, die diese in früheren Zeiten anstelle von oft viel zu wenig vorhandenem Cash als Zahlungsmittel einsetzten.

Sehr schön, die Promenadenaussicht von Collioure. Merkte man auch deutlich am am Preis des Biers in der ersten Reihe…

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2 Gedanken zu „Barcelona und so weiter

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