Nationalpark Cadì-Moixerò

Guardiola de Berguedà – El Seu d’Urgell 80 km

Ein absoluter Boah-Ey-Tag. Ziemlich anstrengend, weil quasi nix flach, und da wir fast genauso hoch endeten, wie wir begannen, bedeutete das insgesamt 40 km mehr oder weniger bergauf kurbeln. Drei Pässe waren zu überqueren. Aber ohne Fleiß kein Preis. Obendrein zeigte sich die Sonne von einem fast makellos blauen Himmel. Manch windstille Rampe kam schon sehr sommerlich daher. Aber keinerlei Kritik am nordspanischen Wetter soll hier geübt werden.

Doch zunächst zurück zum kulinarischen Teil: im sehr netten Hotel Duaner – offensichtlich ein Familienbetrieb, würden wir mit echter katalanischer Kücher verwöhnt. Man brachte mir bei, wie man ein echtes katalanisches Toastbrot zubereitet: eine Scheibe gerösteten Brots gigantischen Ausmaßes wird zunächst mit einer selbstverständlich geschälten Knobluchzehe eingerieben. Danach teilt man eine Tomate in zwei Hälften, aber auf jeden Fall äquatorial und nicht meridional und reibt die Scheibe Brot mit der saftigen Tomate zusätzlich ein.Voilà – ein Tostada Catalan. Dazu gab es wohlschmeckende Produkte nicht wirklich vegetarischen Charakters. Sehr gut allerdings, um die Energiespeicher zum Radeln zu füllen.

Pedraforca


Der hohe und sehr eindrucksvolle Berg Pedraforca, den wir am Vortag von der Ferne wie zwei mahnende Finger am Horizont sahen, rückte am Vormittag näher und näher. Wir umrundeten ihn quasi. Und nach den ersten 35 km, die alle mehr oder weniger nach oben strebten, sahen wir ihn ganz aus der Nähe und der Gipfel schien zum Greifen nah. Wir bevorzugten allerdings den Blick darauf – alles andere hätte vermutlich richtige Kletterei zur Folge gehabt.

Und weiter ging es durch den Nationalpark. Wunderschön auf Hügeln gelegene Bergdörfer, in denen sich traditionelle Steinhäuser um ein Kirchlein zusammen drängten. Immer wieder spektakuläre Felsszenerien, deren Farben im Laufe des Tages mehrmals wechselten. Gegen Abend führen wir zum Beispiel durch tiefrotes Gestein. Und natürlich haufenweise Miradores, also wunderschöne Aussichten, die man sich mit dem ganzen Gekletter aber auch reichlich verdient.


Wir endeten in La Seu d’Urgell, ein Ort mit viel Mittelalter im Ortskern. Und bemerkenswert wenig Verkehr, dafür viele Menschen, die mit dem Rad unterwegs sind, Kinder eingeschlossen. Ein guter Ort.

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