Cañon

Aínsa – Cañon de Añisclo – Sarvisé – Aínsa 87 km

Noch eine Lokalrunde. Wir haben mehr Zeit als die Pyrenäen nach Westen ragen. Und Aínsa ist einen doppelten Aufenthalt auf jeden Fall wert – das Hotel ist toll und das mittelalterliche Ambiente der Plaza Mayor unschlagbar.


Die Runde führte zunächst nach Norden. Annabelle und Georg – zwei deutsche Motorradfahrer, die wir schon am Vortag zufällig kennengelernt hatten und die zufällig im selben Hotel wie wir logierten – empfahlen uns wärmstens diese Schlucht. Sie seien mit dem Motorrad auch nicht schneller was wir mutmaßlich mit den Fahrrädern vorangekommen, so viel wunderbare Plätze mit spektakulären Aussichten seien geboten. Und sie versprachen nicht zu viel. Kilometerlang wand sich ein winziges Sträßchen durch engste Felsen, immer wieder flankiert rechts und links durch meterhohe teilweise überhängende Felswände. Tief unten rauschte der grüne Gebirgsbach. Und wo die Standardschlucht sich nach wenigen Kilometern wieder zum normalen Tal weitet, wurde dieser Canyon gefühlt immer noch enger und spektakulärer. Selbstredend wieder fast verkehrsfrei, die meisten Autos waren offensichtlich selbst mit touristischen Absichten unterwegs. Ein Höhepunkt unserer Tour!

Canon de Anisclo


Jede Schlucht hat allerdings irgendwann ein Ende und das unsrige sah noch ein Portiönchen Höhenmeter auf durchaus hin und wieder steilen Kehren vor. Von weitem sah man schon ein eindrucksvolles Dorf wie immer auf einem Hügel, das tatsächlich die „Passhöhe“ markierte. Es wäre mal wieder Zeit für eine Kaffeepause gewesen, also nahmen wir die vorhersehbaren wenige Extra-Höhenmeter in Angriff und erkundeten dieses Gipfeldorf. Leider Fehlanzeige, keine Bar oder ein Café am Platz. Das einzige, was zu bekommen war, war der Zigarillo, der uns von einem sehr netten offensichtlich einheimischen Menschen angeboten wurde, den wir jedoch dankend ablehnten. Nun gut, dann eben 12 km Downhill bis zum nächsten Dorf.

Wo es einen Pferdehof und ein kleines Restaurant gab, in dem wir ein wohlverdientes Omelette-Sandwich bekamen, bzw. ein bocadillo con tortilla francesa. 

Danach waren 40 km und einige Höhenmeter übrig. Diese verteilten sich sehr gleichmäßig – also ein stetiger 40-Km-Downhill! Das freut das Radlerherz und wir hauten die 40 km weg wie Rakete. Um wieder in diesem wunderschönen Aínsa zu enden, wo wir erneut ein hervorragendes Abendessen mit wundervoller Aussicht auf den Stausee bekamen. Auch das wieder solch ein schwer zu tippender Boah-Ey-Tag!

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