Täler

Sabinanigo – Hecho 70 km

Eigentlich war hier je endlich mal ein ost-westlich verlaufendes Tal. Eigentlich sah die ursprüngliche Planung eine steigungsarme deutliche Verlagerung nach Westen vor. Allerdings erwies sich die geplante Autobahn leider als noch nicht fertiggestellt und die Alternative, zusammen mit dem ganzen Verkehr, den wir am Vorabend schon erfahren hatten, auf der N330 nach Westen zu fahren, als nicht wirklich erstrebenswert.

Deswegen führte ums die ungeplante Route heute weiter nach Norden und damit ein Stück weit näher an hohe Berge hin. Was zum einen deutlich spürbares Gehügel zur Folge hatte, zum anderen aber auch wieder schöne und zum Teil dramatische Gebirgslandschaften.

Schnell hatten wir das unglaublich unansehnliche Sabinanigo verlassen. Wir mussten einen kleinen Gebirgsrücken südlich von diesem Ort überqueren und fanden uns in einer anderen Welt wieder: keinerlei Verkehr und Landidylle. Einzig die zahlreich vorhandenen Strommasten zeugten von einer sehr viel industrielleren Realität jenseits des nun rechts von uns befindlichen schmalen Rückens.

Bald war Jaca erreicht. Von außen sah dieser Ort genauso gesichtslos wie der vorhergehende aus: Appartementblocks, soweit man sehen könnte. Wir mussten aber sowieso durch und planten einen Kaffeestop. Und siehe da, hier war sie wieder, die schön restaurierte Altstadt mit Kirche und Steinhäusern und Arkaden. Sehr schön hier.


Mit launigem Auf und ab auf ruhigem Sträßchen schwenkten wir nordwärts ins übernächste Tal. Zunächst schön flach, gegen Mittag dann mit fiesen Rampen in voller Mittagssonne erreichten wir Aisa. Ein richtiges Bergdorf. Im dortigen Casa rural bekamen wir einen Salat nach Art des Hauses mit Nudeln und Kartoffeln (also genau richtig für Pyrenäenkletterei) und trafen auf eine Gruppe Wandersleute mit knallorangenen GR15-T-Shirts. Fühlte sich schon sehr nach Hochgebirge an. 

Ein kleiner Pass führte ins nächste Paralleltal. Wunderbar warm, das… Er schenkte uns aber um einiges mehr Downhill als wir zumindest nach dem Mittagessen in Uphill investiert hatten. Dann wieder ein Tal runter und ins nächste mit hübschem Rückenwind rauf. Relativ früh erreichten wir Hecho. Dies sollte unser Zielort bleiben, da hier erst einmal wieder ein kleiner Pass zu überqueren ist.

Fast häufiger als sonstige Verkehrsteilnehmer: friedliche spanosche Kühe


Ein richtig schönes Berdgdorf mit fast ausschließlich alten Steinhäusern. Quasi verkehrsfrei. Wir fanden ein sehr schönes Zimmer mitten im alten Dorf. Und ein hervorragendes Restaurant.. Toller Ort, super Zimmer, gigantisch gegessen, tolles Wetter, schöne Etappe. Was kann man mehr wollen?

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2 Gedanken zu „Täler

  1. Georg

    Hallo Dagmar,
    es ist immer außerordentlich nett deine tourenberichte zu lesen.
    Danke und gutes an und zurückkommen
    georg

    Antwort

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