Über den Harz

Bad Sachsa – Elend – Sorge – Wernigerode 54 km

Christi Himmelfahrt. Bzw. Männertag, wie die hiesige von wenig christlichen Traditionen geprägte Kultur diesen Feiertag nennt. Und auch begeht.

Die Befürchtungen waren daher groß, dass wir im Tumult ausflügelnder Motorrad- und Autokolonnen auf den kurvigen Straßen des Harzes untergehen. Waren doch in unserem Hotel außer uns ausschließlich Motorradfahrer untergebracht. Die Dreifach-Hotelgarage war mit einem riesigen Fuhrpark gewaltig motorisierter chromblitzender Zweiräder total zugeparkt, wir könnten am Vorabend gerade noch eine Nische für unsere Wölfe finden.

Bei schönstem Wetter kurbelten wir los, um die letzten nennenswerten Höhenmeter unserer Tour anzugehen. Danach wird sich uns bis zur Ostsee keine weitere nennenswerte Landformation in den Weg stellen.

Zunächst verlief unsere geplante Route gemächlich bergan, auch immer wieder ein wenig bergab. Sehr ruhig, oft verkehrsfrei. Auch die erste Landstraße, die wir unter die Räder nahmen, war noch wunderbar verkehrsarm.

In Zorge. Viel Wald drumrum.

Ab Zorge nahm dann zwar der Verkehr kaum zu, dafür stiegen wir immer höher. Am Anfang noch schön gemächlich, wurde die Straße zum Ort Hohegeiß hin immer gemeiner. Im Ort freute man sich schon auf die „Passhöhe“. Weit gefehlt, da kamen noch mal die richtig steilen Stiche. Aber auch dieser Anstieg fand sein Ende in eine kleinen Abfahrt zum Dorf Elend. Hier wieder ganz verkehrsfrei auf alter Straße.

Kletterwölfe

In Sorge (ja, wir kamen durch Zorge und Sorge) trieb uns der Hunger in die Waldbadschänke. Ein gemütliches etwas altertümliches Plätzchen im Wald, wo der Wirt die recht lange Wartezeit auf unser bestelltes Essen mit einem Liveständchen aus seinem Saxofon verkürzte.

Der Waldschänken-Wirt fetzt mit dem Saxofon los.

Dann erschien schon unser Zielort auf dem Schirm und damit schon wieder die Abfahrt. Die letzten Kilometer erlaubten wir uns, die perfekt ausgebaute frische Bundesstraße zu nehmen. Mit an die 60 Sachen rauschten wir die langgezogenen Kurven hinunter. Liegeradlers Traum.

In Wernigerode hatten wir eben noch so ein Zimmer bekommen, leider war nur im besten Haus am Platz noch etwas zu haben. Kein Schnäppchen, aber schon sehr gut. Das Frühstück soll sensationell sein. Morgen wollen wir die Räder mal stehen lassen und mit der Bahn und zu Fuß auf den Brocken.

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