In Amsterdam

Stadterkundung war heute das Programm. Selbstverständlich per Rad.

Über eine neue, sehr schön grüne Route fanden wir das Zentrum von Amsterdam heute früh ohne Probleme. Swen hatte sich gut vorbereitet und einige Dinge zusammengestellt , die wir heute besuchen wollten. Unser erster Stop war auf dem Dam, einem großen Platz umsäumt von großstädtischen altehrwürdigen Fassaden, zum Beispiel der königliche Palast, der dort rumsteht. Man steht ja immer auf solchen Plätzen, bestaunt die Bauten ein wenig und zieht dann weiter. Zu bestaunen waren auch haufenweise Tauben, denen es am Markusplatz in Venedig bestimmt inzwischen zu warm ist und die einen weiter nördlichen Lebensmittelpunkt gewählt haben. Gefüttert werden sie hier wie dort von entzückten Touristen.

Am Dam. Viele Tauben.

Der nächste Besuchspunkt war das Rotlichtviertel rund um die Oude Kerk. Man sah allerdings außer ein paar wenigen sehr üppigen dunkelhäutigen Damen recht wenig Personal in den Auslagen. Die meisten waren wohl noch am Ausschlafen nach einer vermutlich langen Nachtschicht. An der Oude Kerk selbst fanden wir ein sehr nettes Café mit hübschem kleinen Garten. Das Viertel selbst ist eines der vielen grachtendurchzogenen Quartiere mit schier endlos schönen alten Häusern.

Cafégärtchen an der Oude Kerk

Danach steuerten wir das Viertel rund um das Amsterdam Museum an. An einem Platz mit dem lustigen Namen Spui schlossen wir unsere Räder ans Geländer. Man muss aber immer Ausschau halten: es gibt durchaus Parkverbotsschilder für Fahrräder. Bei Nichtbeachten wird die Entfernung angedroht und das Schloss wird dann nicht ersetzt.

Immer ein Stückchen radelnd und dann wieder zu Fuß ein Quartier erkundend setzten wir den Tag fort. Zuletzt schlenderten wir durch den Jordaan, ein lebhaftes Multi-Kulti-Viertel mit wohltuend bunt-verschiedenen Geschäftchen und Lädelchen. In einem überquellenden Second-Hand-Laden erstand Swen ein crazy buntes Hemd. Zum Abschluss genossen wir noch ein Bier auf der Piazza am Ende der Elandsgracht. Auch hier – wie eigentlich überall – faszinierend, der viele Verkehr, aber eben gechillt und fast immer lautlos alt und jung und groß und klein und selten dick und dünn auf dem fast immer gleichen Fahrradtyp. Dazwischen ein paar Automobile, die eindeutig das Nachsehen hatten.

Second-Hand-Laden, völlig überquellend mit haufenweise crazy Klamotten

Zum Abschluss des schönen Tages wählten wir wie am Vorabend die Route durch den Vondelpark. Hier entdeckten wir gestern schon einen wunderschönen Biergarten, „De Vondel Tuin“, den wir heute in real ausprobierten. Meine Portion war ein bisschen klein, Swens Bier ein bisschen so-la-la, aber ansonsten ein schöner Ort.

Überall so schön: Grachten, Brücklein, Boote und schöne alte Häuser

Eine sehr angenehme Großstadt ist Amsterdam. Und an das Gewühle im Fahrradverkehr gewöhnt man sich tatsächlich. War Berlin letztes Jahr im wesentlichen laut, stinkend und dreckig: Amsterdam ist das Gegenteil. Leise, ziemlich gute Luft (bis auf den Geruch von Dope an jeder Ecke) und abgesehen von Fahrrädern schlicht überall ziemlich aufgeräumt.

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