Ans IJsselmeer

Amsterdam – Monnickendam – Volendam – Hoorn – Enkhuizen 75 km

Auf derselben lauschig grünen Parkroute wie am Vortag radelten wir ein letztes Mal in die Mitte von Amsterdam. Nördlich des Hauptbahnhofs erwischten wir ohne Wartezeit die kostenlose Fähre auf die Nordseite hinüber. Dort ging es zunächst noch genauso lauschig grün weiter, bald war man aus dem Stadtgebiet von Amsterdam allerdings hinaus, Amsterdam ist eine doch ziemlich kleine Metropole.

Über flaches Land führte unsere Route zumeist an kleinen Kanälen entlang. Rechts und links saftig grüne Wiesen oft mit Kühen oder Schafen bevölkert. Nach einem Weilchen ruhigen Gerolls führte die Route über einen Kanal hinüber, eine weitere Fährüberfahrt.

Hier mussten wir einen Moment warten, die Fähre legte eben drüben an. Mit uns wartete ein weiterer Passagier. Ich sprach ihn auf deutsch auf sein deutsches Fahrrad an, und tatsächlich war er Deutscher. Und sogleich stellte sich heraus, dass er ganz froh war, dass er nicht allein war, da er die wenngleich minimalen 25 Cent für die Fährüberfahrt mangels vorhandenem Kleingeld nicht begleichen konnte. Großzügig übernahmen wir das für ihn. Nicht dass der Fährmann noch auf dumme Gedanken gekommen wäre….

Bis nach Monnickendam radelten wir gemeinsam und plauderten. Dort wollte er ein paar Freunde mit einem Segelboot treffen, mit denen er zwei Tage auf Törn gehen wollte. Spontan lud er uns ein, zum Hafen und zum Boot mitzukommen, wir bekämen dort einen frisch gebrühten Kaffee. Gesagt, getan, er stellte uns seinen vier netten Kumpels vor, wir saßen bei schönstem Sonnenschein auf dem schicken Boot und hatten so unsere erste Kaffeepause. Sehr nett, Dankeschön!

Markt in Monnickendam

In Monnickendam war Markt, den wir anschließend noch besuchten. Ein nettes Städtchen, in dem gemütlich das Kleinstadtleben pulsierte. Die Städtchen hier in der Gegend sind alle ähnlich putzig: Niedrige Klinkerhäuser mit großen Fensterfronten und schönen Eingangstüren. Dazwischen immer bunte Blümchen.

Wir passierten noch einige -dams: Volendam, Edam, Schardam. In Edam tankten wir zunächst noch mehr Sonne in einem hübschen Straßencafé, um dann so richtig aufgewärmt in das dortige Strandbad einzufallen. Wir wagten tatsächlich den Sprung ins Markermeer (so heißt der südliche Teil des Ijsselmeers). Lange hielten wir das nicht aus, war doch eher kühl, das Wasser. Wir waren auch die einzigen Badegäste – die verrückten Deutschen mit ihren komischen Rädern eben.

Strandbad in Edam.

In Hoorn hielten wir noch mal: ein etwas größeres Städtchen, was dem Kap Hoorn seinen Namen gegeben hatte. Viel los auch dort, alle genossen das schöne Wetter des Samstags. Wir stärkten uns für den Rest der Strecke mit Poffertjes (Lekker!) und gingen die restlichen Kilometer an.

Zwischen Hoorn und Enkhuizen führt die direkte Strecke durch endlose Vororte, wie es schien. Ich wollte nicht die Küste abfahren, weil diese doch einige Umwegschlenker macht. Auch Küstenverläufe entstanden selten nach Anforderungen von Tourenradlern.

Enkhuizen war dann aber bald erreicht. Ist ja doch sehr flach, das Land und die Kilometer rollen sich ziemlich leicht weg ohne Wind. Unser gebuchtes Hotel direkt am Hafen war schnell gefunden. Wieder ein schöner Ort und ein schönes Etappenziel.

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