Am Rhein

Um Nijmegen, ein paar Kilometer

Eines der Ziele der Reise war ja ein Besuch bei elan in Nijmegen (hier werden die feinen Challenge-Liegeräder gebaut). Und wir mussten natürlich zu handelsüblichen Öffnungszeiten da sein. Obendrein wäre die ganze Strecke nach Nijmegen doch sehr ehrgeizig gewesen, was der Komfort-und genussorientierten Ausrichtung der Reise doch sehr entgegen stand. Nicht zuletzt zeigte sich der Himmel in Goes heute morgen wolkenverhangen, sodass wir die Wölfe in die Bahn packten und uns nach Nijmegen fahren ließen.

Bei der Bahnfahrt wieder eine der netten Begegnungen, die man auf einer Bahnreise eben haben kann (und nur auf Bahnreisen!) – Iris aus Middelburg. Sie war mit der Bahn unterwegs nach Italien, ihr erste Station war ebenfalls Nijmegen, da sie dort Familie hat und erwartet wurde. Ihre Reise sollte mit dem Rad nach Kleve weitergehen, mit dem Zug nach Düsseldorf und von dort gibt es einen Nachtzug nach Innsbruck. Hier kann man dann mit Bahn und Rad bis nach Verona weiter, und sie plante, in die Toskana weiter zu radeln. Man bekam sofort Lust, mitzukommen.

So verging die Bahnfahrt plaudernd wie im Flug (!) und schon waren wir in Nijmegen. Dort fuhren wir zunächst zu dem gewünschten Liegeradspezialisten. Wo wir zuerst ziemlich allein gelassen waren, irgendwann gesellte sich dann aber doch ein Mitarbeiter von Challenge zu uns und ich konnte ein paar Modelle probesitzen.

Probefahrt einer federleichten Carbonfeile.

So langsam wurden wir einander warm und irgendwann fragte er uns, ob wir den brandneuen Carbon-Leichtbau-Prototypen ausprobieren wollen, der vor uns gerade mal drei Fahrer gesehen hat. Mir war er etwas zu groß, aber Swen setzte sich mal drauf und fuhr ein paar Meter. Breit grinsend kam er zurück und dann probierte ich das Teil doch selbst aus. Mit ausgestrecktem Bein bekam ich es hin, und fühlte sich wirklich sehr schnell an. Auf der anderen Seite bewunderte unser Challenge-Mann unsere Wölfe, die er wohl auch noch nicht gesehen hatte.

Der Rhein bei Nijmegen. Der hier ja Waal heißt

Dann nutzten wir das inzwischen schöne Wetter, um ein paar Kilometerchen am Rhein zurückzulegen. Sehr schnell ist man komplett aus der Stadt heraus und der Weg verläuft meistens aussichtsreich auf der Deichkrone entlang. Wir fuhren ein Stück Richtung Nordsee bis zur nächsten Brücke – ein Riesending mit Autobahn aber auch komplett komfortabler separater Fahrradspur, um dann wieder auf der östlichen Rheinseite nach Nijmegen zurückzufahren.

Der große Marktplatz in Nijmegen.

Dort zogen wir noch ein paar Besichtigungskreise in der Innenstadt. Auch hier wieder beeindruckende große alte Gemäuer, aber offensichtlich auch viel Verluste durch den Krieg, die mit den auch bei uns üblichen Zweckbauten ersetzt worden waren. Nach einem sonnigen Radler auf dem großen Marktplatz rollten wir wieder aus der Stadt hinaus. Dieses Mal ein paar Kilometer, wo das wunderbare Hotel-Restaurant Oortjeshekken auf uns wartete. Ein wunderschön erhaltenes Deichhaus, was seit dem 17. Jahrhundert Gäste empfängt und versorgt.

Werbung

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s