Nach Deutschland

Ooij – Millingen – Grieth – Xanten – Büderich 85 km

Was für ein wunderschöner sonniger Morgen am Deichpolder in Ooij. Im lichtdurchfluteten nostalgisch anmutendem Frühstücksraum wurde das Frühstück handserviert. Wir wurden mit offensichtlich hausgebackenen frischen Brötchen und einen reichhaltigen bunten Teller verwöhnt. Oortjeshekken ist auf der Rangliste der besten Übernachtungsstätten ein ganz heißer Kandidat.

Der Radweg auf dem Rheindamm war direkt vor der Haustür, wir fanden also gleich den Weg weiter in Richtung Heimat. Die Sonne zeigte sich schon beinahe unverhüllt, die Luft war allerdings schon herbstlich frisch.

Meistens auf dem Rheindeich flogen wir die erste Zeit so dahin. Die Gegend immer noch sehr gemütlich, auch wenn ab und zu meistens auf der anderen Rheinseite Industrie ihre Schornsteine hinaufstreckte. Laubbäume, Weiden mit Kühen, Schafen oder Pferden (wir sahen sogar halbwilde) und hier und da eine Kirchturmspitze addierten sich zu abwechslungsreichen Bildern, die wir passierten.

Mooi. Weil eben noch in Holland.

Etwas getrübt wurde die gute Laune durch zwei Baustellen auf dem Deich und damit dem Radweg. Wie in Deutschland üblich mit maximal halbgarer Umleitungsinformation und auf jeden Fall einigen Extrakilometern zum Teil an eklig lauter Bundesstraße. Sonst wäre alles ja auch zu idyllisch gewesen.

In Grieth fanden wir einen Dorfplatz mit Dorfladen und kleiner Gastronomie. Grieth war allerdings tatsächlich dereinst veritable Hansestadt, inzwischen ist doch ziemlich die Ruhe eingekehrt. Landestypisch snackten wir Mettbrötchen und Bockwurst, war ja auch schon wieder Mittag geworden. Danach schon wieder Baustelle. Dieses Mal wenigstens ohne Bundesstraße, dafür wieder ein Extrahaken, dessen Verlauf wir selbst rausfinden mussten.

Der Dorfplatz oder Hansestadtplatz in Grieth

Der nächste Anlaufpunkt war Xanten. Hier waren ja noch weit vor der Hanse die Römer groß im Geschäft. Deswegen hat man einen archäologischen Park eingerichtet mit den Ausmaßen der einstigen römischen Stadt, was ein beeindrucken großes Gelände war. Bauten verschiedener Typen waren rekonstruiert und konnten besichtigt werden. Der Eindruck war allerdings etwas steril und angestaubt.

Eine Ecke des rekonstruierten Hafentempels. Der Hafen war bei den Römern noch dort, heute ist da nur noch der Parkplatz

Dann fanden wir noch einen direkt am Rhein gelegenen sonnigen Biergarten, wo wir das mit der täglichen Nahrungsaufnahme gleich erledigten. Die „Wacht am Rhein“ hatte ein Zimmer frei für uns und nach letzten etwa 15 Kilometern in schönster Abendsonne fanden wir unser Quartier. Von unserem Zimmer können wir perfekt die Rheinschifffahrt überwachen, Wacht am Rhein eben.

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