Ins Münsterland

Herne – Schiffshebewerk Henrichenburg – Datteln – Olfen – Lüdinghausen – Senden – Bösensell – Havixbeck 70 km

Das Parkhotel bot uns nicht nur eine wunderschöne Lage, sondern an diesem Tag auch ein bemerkenswertes Frühstück – Buffet trotz dieser Corona-Zeiten. Aber alles hygienisch gelöst, sodass gar nichts passieren konnte. Alle mussten sich vor dem Benutzen des Buffets die Hände desinfizieren und am Buffet musste man seinen Mund-Nasen-Schutz tragen.

Derart gestärkt gingen wir die letzte Etappe zu unserer Unterkunft an. In Havixbeck hatten wir auf dem Sandsteinhof Kückmann das Mühlenhäuschen für eine Woche gemietet, um von dort dann Touren in die Umgebung zu machen.

Herne verließ uns ähnlich angenehm wie es na am Vortag empfangen hatte. Unsere Route führte bald durch ein hübsches Schrebergarten-Gelände, um dann am Rhein-Herne-Kanal entlang zu führen. Schöne ruhige Radelroute im Grünen. So gelangte wir angenehm zum Schiffshebewerk Henrichenburg. Eine monumentale Erinnerung an die frühe Wachstumsphase der gerade aufkeimenden Industrialiserung in überwältigenden Mengen Sandstein und Stahl.

Schiffshebewerk Henrichenburg. Stolzes Erinnerungsstück preußischer Ingenieurskunst.

Danach mussten wir einige Kilometer an einer lebhaften Landstraße fahren, allerdings immer mit richtigem Fahrradstreifen und erträglichen Bordsteinkanten-Übergängen. Also keine mehr, auf denen es den armen Liegeradler aus dem Sitz sprengt, wenn er mit mehr als zehn Stundenkilometern drüber fährt.

Aber dann wieder Kanal, viel Grün, schöne schattige Alleen. Viele Klinkerbauten, große Höfe und das eine oder andere Schlösschen tauchten am Wegesrand auf. Das mutete nach Münsterland an, und bald hatten wir auch die Grenze des Landkreises Coesfeld überschritten, dann waren wir also wirklich da.

Lüdinghausen kündigte sich an parallel mit dem üblichen Mittagshüngerchen und aufgrund des sehr sommerlichen Wetters auch ordentlich Durst. Das hübsche Städtchen bot uns eine gute Auswahl. Viele Fahrradfahrer waren hier unterwegs, das scheint hier tatsächlich sehr viel verbreiteter zu sein als in vielen anderen Regionen unseres Landes.

In Lüdinghausen.

Der Nachmittag wurde richtig heiß. Eine Badestelle musste her. Nach sehr schöner Überlandstrecke mit wieder schönen Alleen kamen wir dieses Mal an den Dortmund-Ems-Kanal. Dort waren schon einige Badende, vereinzelt sah man sogar schwimmende Menschen drin. Wir fanden eine Stelle mit bequemer Leiter, mit der man dann auch wieder herauskäme. Das Wasser war tatsächlich sehr angenehm, kaum trübe und sehr erfrischend.

Am und im Dortmund-Ems-Kanal. Am gelben Bügel ist eine Leiter. So praktisch.

Unser endgültiges Ziel war dann nicht mehr weit und dank Navigation auch sofort gefunden. Ein sehr hübsches Häuschen haben wir jetzt. Unser Koffer, den wir per DHL am Dienstag verschickt hatten, war allerdings noch nicht angekommen, was etwas ärgerlich war. Drei Werktage sollten ja ausreichend sein, Aber im Prinzip nicht so schlimm, wir sind in einer schönen Gegend, das Wetter ist toll, wir haben ein süßes Knusperhäuschen, mein Schatz konnte Fußball gucken und ich habe uns etwas leckeres gekocht. Auch so geht Urlaub!

Unser Mühlenhäuschen. Sehr hübsch.

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