Dänische Land- und Strandpartie

Nykøbing- Stubbekøbing – Hårbølle – Stege 69 km

Ein reich gedeckter Frühstückstisch inmitten von unzähligen Überseereise-Mitbringseln empfing uns an diesem Morgen. Obwohl unser Landlord uns eine etwas spätere Frühstückszeit als sonst abgerungen hatte, waren wir dann aber doch wieder früh back on the road.

Zunächst querten wir die Insel wieder in östliche Richtung. Hier erwartete uns ein größeres Waldgebiet und die Route genau am Wasser entlang. Bis dorthin dann lauschige Landpartie von Hügel zu Hügel mit schneeweißen herausgeputzten Landhäuschen inmitten von goldgelben Stoppelfeldern. Die Landpartie hörte gar nicht auf! Ein Blick auf die Karte zeigte, dass komoot selbsttätig die Route geändert hatte und wir ein wenig nordwärts abkürzte. So kamen wir erst am Ende dieses Waldabschnitts wieder zurück auf die Originalroute. Diese letzten Meter waren aber auch noch sehr schön, direkt am Wasser entlang rollten wir auf schmalem Pfad in Richtung Fähre.

Auch das ist dänische Landpartie: schneeweiße Kirchen. Hier die Fanefjord Kirke, die innen mit wunderschönen Wand- und Deckenmalereien überraschte.

Ida, so heißt die betagte Fährendame, brachte uns von Stubbekøbing nach Bogø. Diese kleine Insel verließen wir gleich wieder ostwärts, um über Damm und winziger Brücke leider auf nerviger Landstraße ohne Radweg auf Montag anzukommen. Dort schlugen wir uns erst mal südwärts, dort war auf der Karten ein Campingplatz und ein langer Streifen Strand angezeigt.

Hårbølle Strand.

Der Strand war großartig, der Wind allerdings kräftig. Außerdem hatten wir inzwischen doch ein Hüngerchen, eine Frittenbude oder irgendetwas Gastronomisches war leider Fehlanzeige. Nach einem Gang ins sehr bewegte recht kühle Ostseewasser brachen wir bald wieder auf.

Die Route auf Montag war ebenso nett wie zuvor auf Falster. Der Wind war ein wenig lästig, aber wir hatten viel Zeit, da die heutige Etappe recht kurz war. Nach weiteren etwa 10 km auf und ab kam der nächste Strand. Der hatte nun etwas Schatten und einen schönen Ausblick auf das erste Stück Steilküste. Hier war es eher steinig, man schlendert dann ja gerne den Blick nach unten gerichtet am Wellensaum entlang, und siehe da – ich fand einen wenn auch kleinen Bernstein.

Noch weitere 10 km gechillte dänische Inselradroute, dann erreichten wir Stege. Auf den ersten Blick naja, aber hatte ich da nicht vor 14 Jahren eine ganz wunderbare Ecke entdeckt? So ein mittelalterlich anmutender Innenhof mit Katzenkopfpflaster und Stockrosen?

Nach Bezug unseres Hotelzimmers etwas außerhalb und nachdem wir wieder im Innern des kleinen Städtchens nach einem Restaurant suchten, hatte ich fast schon vermutet, dass ich das verwechsle, weil wir von einer nicht wirklich hübschen Ecke zur nächsten gerieten. Aber – nachdem wir uns in der hässlichsten Ecke hinter einem Supermarkt herumgedrückt hatte, entdeckten wir diesen Hof wieder – Luffes Gård. Wo wir teuer, aber gut speisten. Und morgen wiederkommen, da wir morgen eine Lokalrunde auf Montag vorhaben.

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