Von Klint zu Klint

Stege – Præstø – Faxe Ladehave – Rødvig – Højerup (Stevns Klint) 80 km

Noch einmal genossen wir unser selbst erstelltes Frühstück in exklusiver Seelage, bevor es weiterging. Zunächst mussten wir aus Stege raus und von der Insel Møn herunter. Mit uns noch sehr viele motorisierte Fahrzeuge, leider am Anfang nicht mal mit getrennter Spur. Der Beginn des Tages geriet also etwas anstrengend.

Kurz vor der imposanten Königin-Alexandria-Brücke, die Møn mit Seeland verbindet, gönnte man dem Radverkehr zumindest einen eigenen breiten Streifen, der auch auf der Brücke zum Glück weiter geführt wurde. Etwas lärmig war es allerdings immer noch. Naja, über derartige Hauptverbindungen müssen eben alle drüber. Auch heute wieder viele LKWs, alle vermutlich etwas Landwirtschaftliches an- oder abtransportierend. Einer stank ganz fürchterlich nach Schweinemist, neben dem mussten wir erst noch an der Ampel warten.

Blick zurück auf die Königin-Alexandria-Brücke. Die wir heute auch auf dem Fünfhundert-Kronen-Schein entdeckten

Zum Glück war bald darauf wieder das gewohnte gemütliche Landprogramm angesagt, heute besonders verkehrsarm. Das Goldgelb der Felder ging langsam in rötlich-braun über – die abgeernteten Felder werden nach und nach untergepflügt. Aber hier auch wieder die gewohnte Abwechslung von Häuschen, Bauernhöfen, kleinen Waldgebieten, Acker und Wiese und die Sträßchen leicht auf und ab und links und rechts. Angenehmes Radeln und zumeist sehr hübsch.

Wir überquerten die erste Landzunge Seelands und kamen bei Præstø wieder ans Meer. Ein ruhiges Fleckchen, vermutlich in der ersten Nachsaison-Ruhepause. Immerhin gab es am Hafen noch geöffnete Gastronomie und – was ja immer sehr wichtig ist – ein Eis.

Der Marktplatz in Præstø ist sehr sehenswert, ein komplett erhaltenes Ensemble von zumeist in verschiedenen Gelbtönen gehaltenen eingeschossigen alten Häusern mit reich blühenden Rosen oder Stockrosen davor, die sich alle Mühe gaben, intensiver Kontrast zum vorherrschenden Gelb zu sein.

Auf dem Marktplatz zu Præstø

Kurz hinter Præstø fanden wir unseren ersten Strand an diesem Tag. Sehr schön hinter einem kleinen Wäldchen gelegen, endlich mal mit Schatten! In dem es gleich zu kühl war, der Südwestwind hatte schon wieder an Stärke zugenommen. Nichtsdestotrotz ein sehr schönes Fleckchen mit angenehmem Ostseezugang.

Der Wind schob uns dann auch im Handumdrehen weiter. Schon früh am Nachmittag erreichten wir Rødvig. Dies war der letzte Ort vor Stevns Klint, an dem wir noch etwas zu essen bekommen konnten. Es war zwar noch früh am Tag, aber wir überbrückten sie problemlos mit hopfenhaltigen Kaltgetränken und einem weiteren Gang an Strand und ins Wasser – hier allerdings ein wenig barfußfreundlicher Steinstrand. Immerhin mit Badesteg. Und es roch unangenehm nach dem schwarzen Seetangzeugs, was durch den auflandigen Wind in die Bucht getrieben wurde.

In Rødvig. Leider finden auch hier die meisten Transporte motorisiert statt und das war nur Deko.

Wir speisten in Rødvig Schwein und Scholle, bevor wir uns auf die letzten 5 km des Tages begaben. Unsere Unterkunft lag direkt an Stevns Klint, auch das beeindruckende Kreideklippen, aber eher lang als hoch. Sehr schön und sehenswert auf jeden Fall – UNESCO- Naturerbe ist es auch noch. Viel Zeit zur Besichtigung hatten wir jetzt natürlich nicht mehr. Aber für ein Gläschen Rotwein (im Daglig Brugsen in Rødvig erworben) in der Abendsonne an der Kirchenmauer der Højerup Kirke waren wir noch rechtzeitig. Den Tag mit „Wein trinken an schönen Orten“ zu beenden, ist ein gutes Konzept.

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