Und dann kommt man doch wieder an

Højerup – Køge – Karlslunde – Kopenhagen 87 km

Fast fiel es uns heute morgen scher, uns loszureißen, so niedlich war das Bed & Breakfast fast direkt an Stevns Klint gelegen. Ein altes Bauernhofensemble liebevoll saniert und zur einer besonderen Übernachtungsstätte umgebaut. Wir hatten unser Kämmerchen (offensichtlich) in einem alten Stall, die Ablaufrinne war noch sichtbar und alles schön dekoriert und mit netten Details versehen. Dazu passend eine gemütliche weiß-getigerte Katze, die sich am Abend sofort schnurrend auf meinem Schoß eingerollt hatte.

Stevns Klint B&B. Bemerkenswert hübsch und sehr freundlich. Auch die Katze.

Das bombige Sommerwetter hatte uns genau an diesem letzten Tag verlassen: der Himmel bedeckt, der Wind kräftig. Zu Beginn schob er uns in Richtung Ziel, die ersten 30 km flogen wir tief. Das waren die letzten Kilometer ruhige dänische Landpartie, die wir die letzten Tage immer genossen hatten.

Wir kamen nach Køge. Das war der erste größere Ort seit langem und offensichtlich der Beginn des Kopenhagener Speckgürtels. Der motorisierte Verkehr nahm hier spürbar zu. Die Fernverkehrsroute führte zum Glück durch die sehr sehenswerte Innenstadt und wir fanden ein sehr niedliches Cafe mit diversen kleinen Hinterhöfen und allerlei hübschem und lustigen Kram. Z. B. hingen haufenweise Sammeltassen im Garten in den Zweigen des hofüberspannenden wilden Weins. Sehr hübsch, auch diese Location wieder.

Im Cafe-Kælderen in Køge.

Um dem Vorstadtverkehr zu entgehen, schlägt sich die Fernverkehrsroute dann ins Hinterland, um im Zickzack quasi im Hinterzimmer der Strandzeile irgendwann kurz vor Kopenhagen wieder direkt ans Meer zu kommen. Diese Routenführung war zwar bezüglich des Verkehrs relativ entspannt, man hatte aber immer das Gefühl, dass man nicht besonders effizient unterwegs war. 10 – 15 km folgten wir der Route, dann beschlossen wir, zum Meer und der dortigen Straße hinunter zu fahren. Einen Radweg würde es dort auf jeden Fall geben.

In Karlslunde über-und unterquerten wir diverse Autobahnen, Straßen und Bahnlinien und erreichten schlussendlich beim Mosede Fort, einer Festungsanlage aus dem ersten Weltkrieg die Küstenstraße wieder. Am Fort gab es ein kleines Café mit Dach, was auch gerade recht kam, hatte es doch eben leicht zu regnen begonnen.

Im leichten Regen fuhren wir nach Eis & Kaffee an der Küstenstraße weiter. Die Fernverkehrsroute traf nach vollendeter Zickzackführung nach einer Weile auch wieder unseren Weg. Kurz darauf bog sie von der Küstenstraße ab, um ca. 20 km vor dem Ziel noch einmal richtig naturnah und verkehrsfrei direkt am Meer in die Hauptstadt hinein zu führen.

Der wir uns mehr und mehr näherten, was sich auch am stetig zunehmenden Fahrradverkehr äußerte. Immer intelligent geführt und ziemlich entspannt rollten wir ins Zentrum. Kurz vor dem Bahnhof, in dessen Nähe unser Hotel ist, gab es noch einen reichhaltig belegten und kunstvoll gerollten Sandwich, und bald darauf rollten wir in die Hoteltiefgarage.

In Vesterbro. Rollender und ruhender Fahrradverkehr allenthalben.

Jetzt fing es richtig an zu regnen. Zum Glück erwischte es uns nicht auf dem Rad, aber den Nachmittag wollten wir so nicht zur Eroberung der Stadt nutzen. Das musste bis gegen Abend warten.

Dann hatte es halbwegs aufgehört zu regnen und wir machen uns auf die Suche nach einem Feierabendbierchen. Was wir schlussendlich sehr stylish an einer zur Kunsthalle umgebauten Kirche mit schönem Biergartenambiente und Heizstrahlern (an) fanden. Die Radtour ist also beendet, wo fahren wir als nächstes hin?

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