Plan B

Alsfeld – Kassel – Hofgeismar-Hümme (Bahn) – Helmern 34 km

Oh nein. Immer noch Regenwetter. Und wie. Wie am Vortag schon, fing es wieder an, richtig kräftig zu schütten. Natürlich genau zu dem Zeitpunkt, zu dem alles verstaut und gepackt war. Allein schon zwei Minuten, die das Rad zum Packen ohne Dach draußen stand, ließen den Sitz schon wieder komplett unter Wasser stehen.

Da ich nicht schon wieder Lust auf viele sehr nasse Kilometer hatte und gleichzeitig so gut wie fast direkt am Hotel der Bahnhof war, war die Lösung naheliegend. Ich war ja für den Abend mit Biggi in Willebadessen verabredet, und da sollte es auf jeden Fall hingehen.

Die Bahnverbindung führte ziemlich mit der Kirche ums Dorf, aber da es draußen immer noch kräftig schüttete, so lange ich in der Bahn saß, war das ganz in Ordnung. Über Kassel musste ich fahren, das war ja überhaupt nicht im Programm. Naja, dort war ich noch die und ich musste mir sowieso Ersatz für mein in der letzten Nacht offensichtlich abgenippeltes Ladegerät besorgen.

Kassel scheint allerdings eine der Städte zu sein, die viele Kriegsschäden durch im wesentlichen häßliche Zweckbauten ersetzt hat. Urbaner Charme? War hier nicht zu finden. Also schnell meine kleine Shoppingrunde gemacht und wieder eine Bahn hinaus genommen. Nicht einmal etwas zu essen gönnte ich mir. Die Straßencafés waren allesamt wenig einladend.

Historisches Bahnhofsgebäude in Hofgeismar-Hümme.

Ich fuhr bis Hofgeismar-Hümme. Das Wetter schien in zwischen zumindest einigermaßen niederschlagsfrei, sodass ich mir eine Route berechnen ließ, die mich zum verabredeten Ort bringen sollte. Das Routenprofil verhieß Hügelei, naja, nur gut 30 km.

Zunächst führte mich die Route durch das Diemeltal. Sehr schön, mit grünen Hügeln rechts und links. Auch wieder sehr schön ruhig hier, von der Großstadt war nichts mehr spürbar.

Im Diemeltal.

Allerdings musste ich bald das Flusstal verlassen. Was sehr spürbar war. Die ersten gut 100 Höhenmeter waren alle am Stück, die Straße führte sehr effizient auf die Anhöhe. Und da soll einer sagen, Norddeutschland sei flach.

Auf der Höhe dann wieder ein recht sanftes Auf und Ab, manchmal durchaus ein wenig steiler. Immer wieder schöne Weitblicke auf zumeist wieder sehr ruhigen gut zu fahrenden Wegen und Sträßchen. Schöne Gegend, auch hier wieder!

Oben.

In Peckelsheim kam mir Biggi dann auf ihrem roten Wolf entgegen. Erkennungsquote auch hier wieder 100% 😉 Wir fuhren dann gemeinsam über den letzten Hügel des Tages um dann nach Helmern hinunterzustürzen. Gut, dass sie dabei war – ich wäre an dem Rittergut bestimmt vorbei gefahren, wo sie mit ihrem Fritz im Nebengelass residiert. Mobilfunknetz fällt hier zwar aus, ansonsten Idylle pur und das Rotwild im Nebengehege schaut neugierig zum Badfenster hinein.

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