Am Wasser entlang

Rathenow – Milow – Kützkow – Briest – Brandenburg an der Havel 68 km

Hurra, die Sonne war wieder herausgekommen und der Wetterbericht versprach einen schönen und trockenen Tag. Nix wie raus aus Rathenow, ist ja doch eine größere Ansiedlung mit viel lautem Verkehr und ein so richtig schöner Ort war es nicht.

Die ersten Kilometer verliefen zum Teil auf heftig rumpelnder alter DDR-Platte. Ich hatte schon die größten Bedenken, dass es jetzt vorbei sein könnte mit den guten Rolleigenschaftens des Havelradwegs, aber nach kurzer Zeit hatten wir wieder die sehr gut rollenden modernen Platten. Darüberhinaus führte der Radweg jetzt oft direkt an der Havel entlang – sehr schön. Viel los heute, am Samstag. Gefühlt halb Berlin war offensichtlich mehr oder weniger alkoholisiert auf Hausbooten unterwegs.

Rumpelplatten. Badamm, badamm, badamm…..

Wir waren recht spät gestartet, sodass der erste Stopp schon gleich die Mittagspause war. In Kützkow gab es einen Straußenhof. In der angeschlossenen Gastwirtschaft „Zum Nussbaum“ konnte man das sehr leckere Fleisch aus diesen für unsere Gegend eher ungewöhnlichen Tieren genießen. Oder hausgemachter Matjes, der auch sehr gut war.

Danach durften wir Fähre fahren – nach Pritzerbe wurde die Havel das erste Mal auf einer Kettenfähre überquert. Im Vergleeich zu unseren Bodenseefähren sehr putzig.

Fähre Kützkow – Pritzerbe

Es wurde warm, und wir suchten einen Badeplatz. In Briest wurden wir fündig und sprangen in die Havel. Nicht ganz optimal, viele Wasserpflanzen, aber ein sehr nettes Fleckchen am Ufer. Und sogar ein Eiscafé direkt vor Ort, was wir selbstverständlich auch nicht ausließen. Von einem Zwillingspaar zweier etwas in die Jahre gekommenen Damen mit exakt gleicher Knotenfrisur im langen Lockenhaar betrieben, sehr nett.

Badeplatz an und in der Havel. Sogar mit Treppchen und Geländer.

Weiter ging es Richtung Brandenburg. Plötzlich waren da Baustellenampeln und ein brandneuer Fahrradweg an der Seite der Straße, der stellenweise noch nicht komplett verbunden war. Dadurch war die Straße allerdings sehr ruhig, was unter anderem auch an der Vollsperrung lag. Die für uns Radler keinerlei Hinweise auf eine Umleitung enthielt und man dann tatsächlich an einer straßenbreiten Baustelle landete. Es waren gerade einige Radler zugegen, die dasselbe Hindernis überwinden mussten – die Räder mussten durch die sandigen Hügel der Baustelle gezerrt werden. Schwierig, aber mit vereinten Kräften ging das und keiner landete im Bach.

Gemeinsames Geochse durch die Baustelle.

Der Radweg umrundete auf wirklich schöner waldiger Strecke die zahlreichen Seen südlich von Brandenburg, was schön rollte, aber sich dann doch etwas zog. Gegen 18:30 waren wir dann aber im schönen Brandenburg an der Havel angekommen, wo wir direkt am Altstadt-Marktplatz logieren.

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