Auf dem Deich

Brandenburg- Schmergow – Werder/Havel – Potsdam 69 km

Was für ein Ferientag. Zweimal Eis, zweimal Baden, einmal Mittagssnack. Bei richtig sommerlichem Wetter.

Wir verließen Brandenburg und die lustigen Waldmöpse bei schönstem Sonnenschein. Schon das sonnige Frühstück auf der Hotelterrasse war am Ende doch fast zu warm gewesen in der Sonne. Aber mit der nasskalten Erfahrung vom Freitag sind wir natürlich sehr glücklich, wenn wir endlich eine Sommerradtour machen dürfen.

Ein Waldmops. Eine ausschließlich in Brandenburg an der Havel endemische Art.

Die ersten Kilometer nach Brandenburg waren eher so übliche deutsche Vorstadtszene mit Bundesstraße und Shoppingmalls. Leer natürlich, weil Sonntag, aber nicht unbedingt hübscher deswegen.

Allerdings immer auf gutem Radweg. Und als dieser wieder in die ruhige Brandenburger Natur einschwenkte, blieb es bei dieser zumeist sensationell guten Situation. Meistens fuhren wir heute auf dem Haveldeich entlang, der überwiegend top asphaltiert war. Was viele Rennradfahrer und sogar Inlineskater bezeugten. Also fast velomobiltauglich, dieser Weg, wenn nicht ein paar sehr bescheuerte Drängelgitter gewesen wären.

Es war ganz schön was los an diesem Sonntag. Wir merkten die Nähe zu Berlin, das sich an diesem schönen Sommertag in großer Anzahl in die brandenburgische Natur ergoss. Radler ohne Ende. Was auch in Schmergow im dortigen Eiscafé (was auch die einzige besuchenswerte Institution in diesem Dorf war) zur Komplettbesetzung der Terrasse führte, nachdem eine lustige Radlergruppe mit meist etwas älteren Damen kurz nach uns angekommen war.

Radlerhorden heute!

Direkt hinter Schmergow fanden wir das erste lauschige Badeplätzchen und nutzten es. Sehr flach, die Seen hier, wir fanden nicht aus dem Nichtschwimmerbereich heraus.

Danach war Werder an der Havel nicht mehr weit. Schönes Altstädtchen, auf einer kleinen Insel gelegen. Das Team war etwas ungeduldig, aber ich bestand auf den Abstecher auf die schöne Insel. Wir fanden ein bezauberndes kleines Restaurant mit „brandenburgischen Tapas“ bei „Fritz am Markt“. Toll, was die sich ausgedacht hatten. Zum Beispiel knusprige Tranchen vom Huhn mit einer Polenta an Brombeergel und einem Krüstchen aus salzigen Popcorn. Sagenhaft.

Popcorntopping. Hatte ich so noch nie, war aber ganz vorzüglich.

Dann war Potsdam nicht mehr weit. Zwischenzeitlich sprangen wir noch einmal in den Petziner See. Bis fast vollständig mitten hinein nach Potsdam verlief der Havelradweg direkt am Wasser völlig verkehrsfrei und daher sehr angenehm . Viel Ausflügler, aber ansonsten super ruhig.

Badeplatz am Petziner See.

In Potsdam enterten wir sofort das Eiscafé am dortigen Brandenburger Tor. Ja, heißt auch so, ist allerdings etwas bescheidener in den Ausmaßen. Wir drehten danach eine kleine meist holprige Runde ins holländische und ins russische Viertel, bevor wir die Glienicker Brücke überquerten und die letzten Kilometer zu unserem Hotel am Griebnitzsee zurücklegten. Die zwischen bemerkenswerten Villen durchführten, offensichtlich nicht die ärmste Ecke von Potsdam bzw. Berlin.

Blick von der Hotelterrasse. Da kann man sich schon wohlfühlen.
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