Kehre 45

Nauders – Reschenpass – Glurns – Prad – Trafoi 48 km

Ein überschaubares Programm war für diesen Tag angesagt. Auf den Reschenpass ist von Nauders aus kaum Arbeit zu leisten, danach geht es rasant hinab ins Tal und dann hatten wir die Übernachtung auf einem Drittel der Höhe des Stilfser Jochs gebucht.

Sehr kühl war es beim Start. Vom Hochsommer keine Spur, es hatte in der Nacht geregnet. Die nicht sehr schichtenweise Kleidung erwies sich aber für die ersten Kilometer doch passend. Es ging zwar nicht wirklich hammerhart alpin den Berg hinauf, aber über die eine oder andere sanfte Anhöhe schaukelte man sich so der Passhöhe des Reschen entgegen.

Am Reschensee.

Am Reschensee ging die Radroute dann rechts herum. Gesperrt vom motorisierten Verkehr schlängelt sich ein schmales Sträßchen am Westufer entlang. Ob der steilen Hänge schwang sich dieses zu Beginn durchaus kräftig immer mal wieder nach oben, sodass sich zur Staumauer hin rasante Abfahrten ergaben. Tolle Landschaft, ein guter Asphaltweg, schön kurvig – ein großer Spaß!

Über einen kurzen Abstecher über die gräßlich vielbefahrene Passstraße – die Radroute war gesperrt – schossen wir weiter abwärts. Immer mal wieder kamen wir durch altehrwürdige verwinkelt-pittoreske Dörfer mit Graffito-Fassaden und krummen und schiefen sehr alten Steinmauern. Burgen auf den Hängen rechts und links, das Vinschgau ist eine wirklich sehenswerte Gegend.

In Mals. Einheimische gab es neben vielen Radlern auch.

Um die Mittagszeit erreichten wir das noch sehr mittelalterlich anmutende Glurns. Viel los, haufenweise Radler und solche mit dicken Reifen, Motor und Lärm. Europa macht in den heimischen Gefilden Urlaub, das war auch hier deutlich zu spüren. Nichtsdestotrotz bekamen wir ein schönes Tischchen an der Piazza und fanden für alle Bedürfnisse einen wohlschmeckenden Mittagssnack.

Dann waren noch 10 flache Kilometer zu absolvieren und wir waren in Prad, dem Talort des Stilfser Jochs. Und danach ging es bergauf. Trafoi liegt 600 m höher und diese waren auf weiteren 10 Kilometern abzuarbeiten. Selten spürbar steil kurbelte ich gemächlich bergauf, allerdings sehr warm war es im Tal, die Sonne war jetzt doch (natürlich auch glücklicherweise) sehr präsent. Das Team wartete immer mal wieder und ich kurbelte ohne Pause an ihnen vorbei, bis Trafoi erreicht war. Die ersten drei der 48 Kehren haben wir jetzt auch schon geschafft und das Hotel liegt genau auf Kehre 45. Dann sind es morgen nur noch 44, ist doch überschaubar für ein Tagesprogramm.

Hotel Madatsch bei Kehre 45.

Ein tolles Hotel: ein altehrwürdiger, etwas grimmig wirkender Steinbau von 1907, wie mir der Chef beim Einchecken erklärte. Aber aufs feinste renoviert und das Abendessen dann auch vom feinsten: 5 Gänge und nach diesem fortgeschrittenen Sportprogramm gingen die sogar in uns hinein. Ein weiterer toller Tag mit viel bester Laune bei allen Teilnehmern war wieder vorbei gegangen.

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