La Plage

Saint-Hippolyte – Montécheroux – Pierrefontaine-les-Blamont – Pont-de-Roide-Vermondans – Saint-Hippolyte 38 km

Ein herrlicher Morgen läutete den Tag ein. Also Campingmöbel raus aus der Heckgarage und draußen gefrühstückt. Mit frisch erworbenen echt französischen fluffigen Croissants und sehr schönem Pain de campagne, frisch erworben vom „Artisan boulanger“, also echtem Handwerk. Es wurde irgendwann fast schon zu warm in der Sonne, aber wunderbar!

Segen des Wohnmobilurlaubs.

Es zog mich heute auf das Hochplateau, also hatte ich eine Runde „obenrum“ geplant. Was bedeutet, dass zunächst mal insgesamt 450 Höhenmeter Arbeit zu verrichten waren.

Die ließen sich zum Glück wenig steil, aber stetig an. Recht ruhiges Sträßchen mit immer wieder schönen Ausblicken, wie man das gern hat. Aber trotz dass die Sonne immer mehr von Wolken verhüllt wurde, kam man doch gehörig ins Schwitzen, so schwül war das.

Aber auch hier gibt es diesen schönen Moment, an dem man das Gefühl hat, „über die Kante“ drüber zu sein. Die Hänge weiten sich, der Blick hat plötzlich viel mehr Auslauf auf grüne sanfte Hügel und friedliche Dörfer.

Weites grünes Land.

Wir erreichten Montécheroux. Hier gibt es das Musée de Pince, also das Museum der Klemme/Zange/Schere/Pinzette. Allgemein gesprochen der feinmechanischen Schmiede, die hier vor zweihundert Jahren sehr verbreitet war und die die Uhrenindustrie im nahen La-Chaux-de-Fonds belieferte. Der Landstrich hier trägt auch den Namen „Pays de Horloge“, also Uhrmacherland. Leider hatte das Museum geschlossen. Es war allerdings eine Dame da, die uns zumindest im Außenbereich etwas zu diesen interessanten Dingen erzählte.

Nach dem Dorf absolvierten wir einen weiteren saftigen Anstieg, bis es es dann fast ebenso konsequent wieder hinunter ging. In Pierrefontaine erhofften wir ein kaltes Getränk, aber auch dort hatte die Gastronomie wohl aufgegeben. Ein netter Einheimischer, der einen mich unfreundlich überholenden Autofahrer mitfühlend kommentierte, hätte uns sogar zwei Bierchen angeboten. Was uns dann doch zu heavy war in der schwülen Luft.

Alsdann donnerten wir ins Tal zurück. Die 60 km/h mal wieder gerissen auf sehr guter Straße. Das sind Momente, in denen man nichts anderes als dieses Liegerad haben möchte.

Pont-de-Roide war dann ein eher unprätentiöser Flecken mit recht viel Verkehr. In einer sehr typischen französischen Bar erhielten wir unser ersehntes hopfenhaltiges Getränk. Dann stand aber sofort der Höhepukt des Tages an: dieser Ort hatte ein kleines Freibad, was schon fest eingeplant war, etwas großspurig „La Plage“ genannt.

Wir fanden es gleich am Ortsende. Eine breite Stelle, an der der Doubs einen kleinen See bildet mit einer ganz netten Anlage mit Steg und Stufen. Und sogar eine in einem spektakulären Felsen eingebaute Sprunganlage. Offiziell zwar schon geschlossen, aber man kam problemlos rein. Und schnell waren wir auch ganz drin, im Wasser, sehr erfrischend und dann aber schnell wieder raus, doch eher sehr kühl…

À la plage.

Zurück ging es im Doubs-Tal auf der alten Landstraße, fast verkehrsfrei. Auch das wieder eine sehr schöne Strecke. Nur zum Schluss mussten wir doch wieder auf die etwas lebhafte Straße, mit dem Rad war auf dem letzten Wegstück kein gutes Durchkommen mehr.

Trotz weniger Kilometer doch wieder viel erlebt in dieser schönen Gegend. Und noch mal Glück gehabt mit dem Wetter, die nächsten beiden Tage verheißen nichts Gutes…

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