Und es ging wieder los!

Friedrichshafen – Neresheim (motorisiert)

Der lang ersehnte Tag war gekommen, an dem wir endlich wieder auf eine Reise aufbrechen konnten. Wir einigten uns auf die Nichts-wie-weg-Variante und wollten schon am Freitag packen und am selben Tag noch losfahren. Am Samstag wollen wir in Wolfen sein, um Muttis 81. Geburtstag feierlich zu begehen, da schien die Idee opportun, schon einen Teil der Strecke am Freitag abends anzugehen.

Und tatsächlich hatten wir offensichtlich dich schon Routine – nach nicht mal 2 Stunden war „Hansi“ (so der Name unseres gemieteten Alkovenrollis) abreisefertig. Dann nichts wie weg und gen Norden.

Mit angenehm erträglichem Verkehr passierten wir Ulm. Nördlich von Ulm wollten wir sowieso von der Autobahn weg, um auf der B466 über Nördlingen landschaftlich schön „abzukürzen“. Wir fuhren dann schon eine Abfahrt früher ab, da wir noch einen Baumarkt besuchen wollten, um die Gasflasche zu tauschen.

Eine Baustelle, die Google so nicht auf dem Schirm hatte, bescherte uns eine Alternativrouten durch schmalste Giengener Vorstadtsträßchen. Offensichtlich hatte Frau Google nicht unsere etwas vergrößerten Dimensionen auf dem Schirm. Ein Brücklein war auch nur für max. 3 to freigegeben. Als ich drüber war, wird uns bewusst, dass wir mit Sicherheit auch anders drüber waren, nämlich mit dem Gesamtgewicht.

Schlussendlich fanden wir OBI und mit voller Gasflasche konnten wir die Reise fortsetzen. Im nächsten Dorf – Oggenhausen bei Heidenheim – fanden wir einen Brauereigasthof mit wunderschönem Gastgarten und einfacher, wenn auch schmackhafter Küche. Ein echter Fund ohne viel Recherche zuvor.

Da es gegen 21:00 Uhr ging, wollten wir nicht mehr viel weiter fahren. Beim Kloster Neresheim war ein großer Parkplatz verzeichnet, diesen steuerten wir an. Und erreichten die imposante Anlage bald mit viel Platz zum Abstellen – kein Mensch oder Fahrzeug außer uns.

Kloster Neresheim. Dunkle Wolken.

Wir schlenderten noch durch das Klostergelände und waren beeindruckt von der Vielzahl der wuchtigen, gut sanierten Gebäude. Die Kirche war natürlich geschlossen. Am Klosterladen fanden wir einen schönen Sitzplatz mit Bank und Tisch und eben als wir beschlossen, uns hier niederzulassen und schon die Diskussion begonnen hatten, wer jetzt wohl ein Bier aus dem Wagen holt, trat ein Bruder aus dem eigentlich geschlossenen Laden heraus. Wir wünschten ihm einen wunderschönen Abend und er fragte uns, ob wir etwas trinken wollten. So nett. Wir hörten uns nicht nein sagen und er spendierte ein Klosterbier aus dem klösterlichen Getränkekühlschrank.

Bruder Matthias erklärte uns ausführlich, wie das Kloster heutzutage funktioniert. Sechs Brüder leben noch permanent im Kloster und betreiben Landwirtschaft, Jagd und den Klosterladen. Ein Teil des Klosters war einst Tagungszentrum, wird aber zur Zeit als Flüchtlingsunterkunft für ukrainische Flüchtlinge genutzt. Sehr interessant, was er alles so erzählte, ein völlig anderes Leben, als wir das so kennen.

Und dann fing es auch noch an zu regnen, wir flüchteten in den Laden und durften sogar noch Late-Night-Shoppen. Schönes Sortiment, vor allem Bücher von kleinen Verlagen weit ab vom Mainstream. So ein schönes Erlebnis, danke, Bruder Matthias!

Und jetzt – Ruhe, zirpende Grillen, laue Nachtluft – ein großartiger Start unserer Reise!

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2 Gedanken zu „Und es ging wieder los!

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