Erzgebirge statt Südschweden

Wolfen – Schladnitzer See – Altenburg – Bad Schlema (motorisiert)

Die Wetterlage bescherte uns eher Tiefdruckgebiete über Nordeuropa die nächsten Tage. Dauerregen war zwar nicht angesagt, aber unbeständiges, stürmisches Schauerwetter bei nicht mal 15 Grad. Aber wir sind ja flexibel. Die Wetteraussichten im Südosten schienen deutlich besser und so sollte uns eine Route in mehreren Etappen nach Kärnten führen.

Und so brachen wir gen Süden auf. Zunächst hatten wir uns an einem See nördlich von Leipzig mit der Schwiegertochter verabredet. Gemütlich schaukelten wir über Landstraßen und durch unaufregende Dörfer dorthin. Wir fanden den verabredeten Platz gut, und tatsächlich, auch dieser ehemalige Tagebau war zu einem Naturparadies mutiert.

Bühne leer, aber coole Mucke im Hintergrund.

Ein großartiger Fahrradweg führte rundherum. Breiter, neuer Asphalt, für Autos gesperrt. Wir radelten einmal um den See herum mit Pause an einem Beach-Club-Bühnen-Ensemble. Gechillte Reggaeweisen tönten aus Lautsprechern und offensichtlich sehr gut gelaunte langhaarige Menschen liefen herum. Hier war wohl am Wochenende ein Festival gewesen und die letzten Abbauarbeiten im Gang. Wir hielten die Füße ins Wasser und ließen anschließend die Sandpanade an den Füßen im warmen Wind wieder abbröseln.

Ein weg gebaggertes Dorf im heutigen See.

An der Strandbar, an der wir parkten, gab es leider nix. Wegen ominöser technischer Gründe war der Öffnungszeitpunkt auf 15:00 verschoben worden. Deswegen stärkten wir uns mit Schnittchen und Getränken aus unserem Kühlschrank an einem schönen Rastplatz mit Schattendach und Aussicht auf den See.

In Altenburg machten wir einen Eis- und Kaffeestopp. Eine schöne Altstadt mit Schloss auf einem Hügel, sehr lohnenswert. Allerdings sah man viel von der reichhaltig erhaltenen Bausubstanz in bejammernswertem Zustand, offensichtlich fehlt hier das Geld, um das Kleinod vollkommen schmuck wiederherzurichten.

Altenburg. Nicht alle Menschen haben leuchtend rote Haare hier.

Dann trennen sich unsere Wege wieder und wir fuhren weiter gen Süden. Zunächst umzureiten wir Leipzig auf der Autobahn, dann hatten wir wieder Landpartie auf der B193. Mitten durch Zwickau führt sie, aber die Autostadt hat gut dafür gesorgt, dass man schnell auch wieder draußen ist.

In Wilkau-Haßlau mussten wir einer Straßensperrung wegen eines Notarzteinsatzes ausweichen. Abenteuerlichst rumpelten wir mit unserer Großkiste durch enge steile Wohnstraßen und zirkelten um Haarnadelkurven. Was uns ohne Vor-und-Zurück-Manöver gelang.

Bad Schlema war das Ziel und der dortige, sehr gemütliche und schön gelegene Campingplatz. Was wir dann bald erreichten und im Ort noch tadellose Thüringer Klöße bekamen, Und das in Sachsen.

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