Zick und Zack und Auf und Ab

Bad Schlema – Schwarzenberg – Antonsthal – Aue (Zug) – Hartenstein – Langenbach – Bad Schlema 58 km

Heute sollte endlich der erste Radeltag sein. Wir hatten eine Route geplant, die immer schön moderat in Flusstälern zumeist auf Radwegen entlang führen sollte. Wir wollten nach Johanngeorgenstadt, sozusagen als „Passhöhe“.

Das Frühstück konnte in angenehm warmer Luft draußen stattfinden. Und so starteten wir trotz zumeist vollständiger Wolkenbedeckung in Kurz-Kurz in Richtung Zwickauer Mulde und Aue.

Entlang des Flüsschen Schwarzwasser und der Bahnlinie schien ein angenehmer Radweg entlang zu führen. Aber oh weh, schon die ersten Meter querten offensichtlich massive Felsbrocken, die am Hang lagen. Auf heftigen, wenn auch kurzen Steigungen mit bis zu 20% folgten ebensolche Abstürze. Von wegen Flusstal.

Ein munteres Auf und Ab, wenn auch bisweilen sehr schön.

Mit vielen Höhenmetern erreichten wir Schwarzenberg. Ab hier war dann nur noch eine Straße verfügbar, und auch der Radweg war entlang der Straße ausgeschildert. Allerdings war doch fürchterlich viel Verkehr.

Wir entflohen diesem zunächst mit einem Besuch der Schwarzenberger Altstadt, die auf einem Hügel liegt. Und zwar so, dass vom Parkplatz „unten“ eine kleine Standseilbahn als Personenaufzug die Menschen nach oben bringt. Den Spaß gönnten wir uns natürlich. Und erreichten die durchaus sehenswerte Altstadt.

Künstlergässchen in Schwarzenberg

Nach diesem Päuschen setzten wir unsere Route auf der Straße fort. Wir hielten bis Antonsthal durch, aber der Verkehr war zu nervig. Wir nahmen deswegen die Erzgebirgsbahn zurück bis Aue, wo endlich ein Eiscafé die notwendigen Dinge des Radtourenalltags bot.

Jetzt war allerdings die Sonne schön herausgekommen, und so erkundeten wir die Gegend noch ein wenig in nördliche Richtung. Kurz vor Hartenstein war eine vermeintlich schöne Runde zurück zum Campingplatz über Langenbach und Schneeberg eingezeichnet. Das sah gut aus, und so bogen wir kurz vor Hartenstein nach Westen ab.

Zunächst ging ein angenehmes Sträßchen an der Mulde entlang. Aber dann bog diese Richtung Norden ab, vom Fluss weg und es ging bergauf. Ein erstes Schild bereitete uns auf 15% vor, naja, das geht man noch mit. In Langenbach immer noch weiter bergauf ohne Aussicht auf Verflachung. Swen schob schon lange. Irgendwann stand dann ein weiteres Schild, das vor einer 18%igen Steigung warnte – ich schaute mir das noch ein paar Meterchen an, traf ein paar Einheimische, die noch vor einem weiteren Kilometer mit noch saftigeren Steigungsprozenten warnten – da kehrten wir doch lieber um und nahmen das Sträßchen zurück, das nur moderates Auf und Ab im Gepäck hatte.

Langenbach. Ging rauf und rauf und rauf und….

Dafür kamen wir jetzt wieder am Hotel Waldidyll vorbei, was wir direkt zum sehr schönen Abendessen auf Rhododendron-umwachsener Terrasse nutzten. Und Spargel sogar mit hausgemachter Hollandaise bekamen.

Das Waldidyll. Der Name ist absolut Programm.

Die restlichen Meter zum Campingplatz waren dann moderat. Insgesamt hatten wir allerdings fast 1000 hm gekurbelt. Deutlich mittelgebirgig hier, durchaus.

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