Wasser

Pettenbach – St. Leonhard – Schloss Hellbrunn bei Salzburg – Annenheim am Ossiachersee

Eine letzte große motorisierte Etappe stand an. Unser „Endziel“ sollte ja statt Schweden in Kärnten sein. Rund um Villach gibt es zahlreiche Seen, die per Rad umrundet und erkundet werden können. Und sicherlich mit reichlich Biergarten- und Eisgelegenheiten.

Die Sonne hatte Österreich wiederentdeckt. Bei freundlich blauem Himmel brachen wir auf. Heute folgten wir ausnahmsweise brav dem Navi, was uns über Salzburg und die Tauernautobahn schickte.

Um Salzburg herumgekurvt wird der Blick wieder nach Süden in Richtung Alpen gelenkt. Wo schon wieder regennasse Wolken über dem Hauptkamm lauerten. Also beschlossen wir, kurz nach Salzburg eine Pause mit Mikroradrunde einzulegen. Swen hatte Schloss Hellbrunn als Ziel ausgemacht.

Ich sah auf der Karte ebenfalls die Möglichkeit, auf dem Mozartradweg zum Königssee zu radeln, was ich schnellstens wieder verwarf, da dieser 20 km an einer sehr lärmigen belebten Bundesstraße entlang führte. Also doch Richtung Norden zu Schloss Hellbrunn.

Was nach 6 km flacher Fahrt erreicht war. Und nun – wir hatten ja keine Ahnung – was gab es hier schon zu sehen? Aha, Wasserspiele.

Schloss Hellbrunn, ein manieristisches Lustschloss. So vergnügte man sich im 17. Jahrhundert. Wenn man die entsprechenden Flocken hatte.

Was sich allerdings als echtes Highlight herausstellte und offensichtlich eine bedeutende Touristenattraktion ist. Im 17. Jahrhundert hat hier der Fürsterzbischof Markus Sittikus von Hohenems, der es offensichtlich faustdick hinter den Ohren hatte, hier weder Kosten noch Mühen gescheut, um vergnügliche Dinge mit Wasser anzustellen. Nicht nur verrückte Springbrunnen, die oft genug aus unerwarteten Ecken lossprudelten und die Besucher nassspritzen, sondern auch mechanische Szenerien, komplett mit Wasser angetrieben und sogar noch unterlegt mit Musik, die aus mit Wasserkraft betriebenen Orgelpfeifen erzeugt wird. Ein echter Spaß, per Zufall entdeckt.

Und man bleibt doch nicht trocken, wenn man drunter her rennt.

Aber dann sah urplötzlich der Himmel auch wieder nach Wasserspielen aus und wir machten, dass wir zu unserem Fahrzeug zurück kamen. Ein bisschen nassgeregnet wurden wir sogar, aber einigermaßen rechtzeitig gerettet setzten wir die motorisierte Fahrt fort. Und der Himmel gab noch mal alles – die Scheibenwischer liefen heiß.

Richtung Alpensüdseite trocknete es jedoch deutlich ab, und Kärnten empfing uns sogar mit Sonne. Am Ossiachersee hatte ich einen schönen Campingplatz ausgesucht und wir bekamen einen Stellplatz in der ersten Reihe mit unverbaubarem Meerblick.

Am Ossiachersee. Schön.
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