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Stockholm

Viel zu schnell katapultierte man uns in den Norden Europas. Beim Reisen per Flugzeug habe ich immer das Gefühl, dass es eine Weile dauert, bis man komplett angekommen ist. Eben den Arbeitsplatz verlassen, ausgestempelt, eingecheckt und wenige Stunden später schon Hunderte von Kilometer weg. Paradoxerweise finde ich nichts so lästig wie die ständigen Wartezeiten auf den Flughäfen.
Da wir sehr spät ankamen, hatte ich eine Übernachtung am Flughafen gebucht. Dort gab es ein tolles Hotel zum Superpreis: diese wollten mit einer ‚After-Work-Party-Aktion‘ ihr Haus etwas besser füllen. Ganz so der Punk ging allerdings nicht ab, immerhin konnten wir noch einen Absacker mit ein paar anderen Anwesenden bei chilliger Loungemusik einnehmen.
Nach einem Frühstücksbüffet, das neue Maßstäbe setzte, schossen wir mit dem Arlanda Express nach Downtown.
Wir parkten unsere Rucksäcke im nächsten gebuchten Hotel. Oh, ganz schön was los – offensichtlich hatte ‚Plana Küchenland‘ einen Sack voll Mitarbeiter in diese schöne Stadt geschickt und eine große Gruppe Japaner mit unzähligen unvorstellbar großen Koffern war auch da. Ziemlich voll also, gut, dass ich reserviert hatte.
Unsere Lieblingsläden fanden wir ohne nachzuschauen, anschließend schlossen wir eine weitläufige Runde über die Inseln dieser schönen
Stadt an. Leider zeigte sich der Himmel zumeist grau in grau und ziemlich kalt war es obendrein aber wir wollen ja keine Hitzewelle, wie war das?
Bemerkenswert war eine Werbeaktion einer Sonnenschutzcreme im Kungsträdgården: eine Gruppe nur mit Unterwäsche bekleideter gut aussehender junger Menschen bildeten am Boden liegend eine lebende Digitaluhr. Zu jeder Minute wechselten die Akteure sich selbst und damit die Ziffern aus.

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Nur leider war von Sonne, vor der es zu schützen galt, so gar nichts zu sehen und die Armen froren ganz schön. Die Stundenziffern durften sich immerhin alle Minute auf die Seit und wieder zurück drehen, aber so richtig viel wärmegenerierende Bewegung war das mit Sicherheit nicht.
Im Museum für Architektur und Design entdeckten wir eine Ausstellung zum
Thema ‚Fahrrad‘, da mussten wir natürlich hin. Stockholm reiht sich in ein in die europäischen Großstädte, in denen so langsam die Erkenntnis Oberhand gewinnt, dass der automobile Verkehr an seine Grenzen stößt. Die Ausstellung zeigte denn auch neben einigen historischen Schätzchen Ideen für die Erleichterung urbaner Mobilität auf zwei muskelbetriebenen Rädern. Für uns war allerdings wenig bahnbrechend Neues dabei: einzig den Teppich ‚Fahrradparkplatz‘ zum selbst ausrollen in der Stadt hätte ich sofort mitnehmen wollen.
Draußen ebenfalls sehenswert: eine lustige Versammlung von Niki de Saint Phalles Nanas mit Maschinen von Jean Tinguely. Moderne Kunst, die Spaß macht!

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Stockholm: eine wunderschöne Großstadt am und im Wasser – immer wieder schön hier.

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