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Wow

Sligo – Donegal 77 km

Auf und Ab mal näher, mal weiter weg von der Küste. Wenn weiter weg, dann oben. Dann aber mit gigantischer Aussicht oft gefühlt bis nach Kanada.

Aus Sligo ist man recht schnell raus, wenn es die Stausituation zulässt. Die engen irischen Innenstädtchen sind nämlich ganz und gar nicht auf den heutigen Autoverkehr zugeschnitten und irgendwie war außen in den Randstunden in Sligo immer Megastau. Wir wurschtelten uns also heute morgen irgendwie durch den halb stehenden Verkehr und versuchten, den Ausgang für Radler zu finden. Natürlich handelte es sich um einen steilen Hügel, was sonst. Die Nationalstraße wäre die flachere Alternative gewesen.

Wir überlegten hin und wieder, diese zu nehmen, da die Radroute sehr zickzack geführt war, um eben die Nationalstraße zu umgehen. Aber selbst so weit im Norden ist der Verkehr immer noch ziemlich heftig. Die Radroute ist trotz einiger heftiger Anstiege extra und ordentlich viel Kilometer Umweg um einiges mehr zu empfehlen.

Zu Beginn der Etappe war ich wegen der Hügel leicht genervt. So viel ineffiziente Bergaufkurbelei, um dann sofort wieder steil ins Loch hinunter zu fallen. Spätestens nach der ersten aussichtsreichen Stelle war ich allerdings verwöhnt mit der Welt. Zum Teil 180°-Panoramen der Küstenlinie und des pittoresk mit weißen Schaumkronen garnierten Atlantiks. Auf der Landseite mächtige Hügel, der Benbulben zuerst, dann weiter nördlich ähnliche Kollegen. Am anderen Ende der Donegal Bay konnte man den mächtigen Slieve League erahnen. Absolute Wow-Momente, und das immer wieder.

  
Das Wetter heute, wie es für Irland im Lehrbuch steht. Strahlender Sonnenschein, vor den sich immer mal wieder dicke Schauerwolken schoben und die eine oder andere Gießkanne über uns loswurden. Der Wind blies uns allerdings immer recht schnell trocken, sodass wir meistens keine großen Maßnahmen außer der Regenjacke trafen. Wenn nach solchen Schauern der Himmel wieder nach blau wechselt, explodieren die Farben der Umgebung förmlich wegen der klaren Luft. Dauer-Wow.

Überhaupt der Wind: genauso kräftig wie gestern und unsere Richtung passte oft exzellent. Wenn es mal geradeaus ging, wurden wir vom Feinsten angeschubst. Das verbesserte den anfänglich ziemlich jämmerlichen Schnitt immer wieder erheblich.

Wir blieben den ganzen Tag auf der hier wieder sehr gründlich ausgeschilderten Radroute. Was zur Folge hatte, dass wir trotz nur einer längeren Pause doch recht spät am Nachmittag in Donegal ankamen. Der Plan wäre eigentlich gewesen, 25 km weiter nach Ballybofey zu fahren. Was aber mindestens noch zwei Stunden Arbeit bedeutet hatte. und wir sind ja hier auf einem slow cycle ride! Also blieben wir in Donegal. Sehr touristisch (ich hörte sehr viel Deutsch von Passanten) aber auch sehr hübsch.

  

Freier Tag in Sligo

Sligo schien ein guter Ort zu sein, um sich einen radelfreien Tag zu gönnen. Und so setzten wir unseren langsamen Roadtrip heute nicht fort, sondern hatten einen Tag zum Verbummeln. Sligo ist ein wirklich schönes Städtchen, wo sich sehr viele der kleinen, schön bunten typischen irischen Läden erhalten konnten.

  
Das Wetter war von unserem Landlord gründlich gecheckt worden. Er versicherte uns, dass – wie für Irland recht üblich – das Wetter zwischen zwei Schauern stets wunderbar sei. Abgesehen von den gefühlt verdammt winterlichen Temperaturen gemixt mit einem sehr deutlichen Westwind bot uns das Wetter tatsächlich hin und wieder sonnige Abschnitte.

Den Vormittag verbrachten wir mit einem kleinen leicht verdaulichen Besichtigungsprogramm. Zunächst wollte ich die Ruinen der Abtei von Sligo anschauen, die wir schnell fanden. Im Vergleich zu ähnlichen Abteien die bei uns sehr gut erhalten wurden sehr ruinös diese hier, aber für irische Verhältnisse wohl sehr viel übrig. Die meisten wurden eher von Bränden oder irgendwelchen Riots komplett weg gepustet.

  
Sligo besitzt auch eine kleine, aber feine Kunstgalerie, die wir nicht nur wegen des sehr netten Cafés aufsuchten. Dort waren einige Bilder der übrigen Yeats-Familie ausgestellt (Sligo ist ja die Heimat von W. B. Yeats), die wohl besser malen als dichten konnten. Prince Charles hat kürzlich dieser Galerie einen Besuch abgestattet um für eine stetige Verbesserung des Verhältnisses der Republik Irland zu Großbritannien zu werben. Wir haben ihn nur um etwa eine Woche verpasst, wie schade!

Nachmittags setzten wir uns dann doch auf die Räder um nach Strandhill an eines der westlichen Enden der Gegend zu radeln. Das wir beim Hinweg heftigen Gegenwind haben würden, war ja klar. Aber dass das so kalt sein würde, dass mir fast die Finger abfielen und dazu plötzlich noch Megaschauer vom Meer hereinwehten, das war so nicht ausgemacht. 

An der Westspitze liegt ein kleiner lokaler Flugplatz, ohne Linienverkehr, im wesentlichen von der Küstenwache genutzt. Aber mit Flughafengebäude und allem Schnick und Schnack: Checkin-Schalter, Mietwagenschalter, ein kleines Café, eine vorzügliche Toilettenanlage, alles offen und Musik an und beheizt, aber – sehr seltsam – kein Mensch zu sehen. Auf jeden Fall retteten wir uns dort vor einem heftigen Schütt-Anfall. Graham erkundete ein wenig die umliegenden Dünen, während ich meine Finger an einer funktionierenden Heizung wiederbelebte.

Der Regen hatte wieder aufgehört, und so konnten wir doch noch ganz nach vorne an den Strand. Heftig, wie die See bei dieser steifen Brise hereinrollte. Sehr schön allerdings die Aussicht auf die umliegenden Landzungen.

  
Der Heimweg war umso spaßiger. Jetzt hatten wir die sechs Windstärken im Kreuz. Hügelauf leicht wie eine Feder, hügelab musste ich dann mal richtig Gas geben. Graham sah mich wohl plötzlich am Horizont verschwinden. Aber ich warte ja immer 😉

Wasser

Rooskey – Sligo 75 km

Flüsse, Seen und – Wasser von oben. OK, es muss uns ja mal erwischen. Das letzte Mal war das Regenzeug vor einer Woche im Einsatz. Dafür haben wir es heute nur einmal angezogen.

Der Start war noch trocken. Wir hörten einen Kuckuck und sahen am Shannon einen Reiher und einen Eisvogel. Danach finf es endgültig an zu regnen und wir hielten kaum noch an. Fotos machen ist doof bei Regen, weil alles nass wird und die Fotos wenig aufregend.

  
Bei Dauerregen muss man eine gute Pausenstrategie haben. Alle 20 km etwa hielten wir Ausschau nach Lokalitäten, die wir etwa in diesen Distanzen fanden. Wenn es sich auch wie in Ballyfarnon um eine Tankstelle mit Mehrzweckladen und drei Restauranttischen handelt. Und man dort einen exzellenten Irish Stew selbst zubereitet von der Chefin neben dem ordentlich aufgefüllten Regal mit WD40 genießen kann.

  
Das Gelände wird zur Westküste hin wieder deutlich hügeliger. Wenn das Wetter besser gewesen wäre, wären wir aus dem Staunen sicher nicht herausgekommen. Aber auch so war es eine sehr schöne Strecke mit nur noch wenigen palastartigen Einfamilienhäusern in the middle of nowhere aber viel schöner Landschaft.

Kurz vor Sligo schlug uns das Land ein Schnippchen und servierte uns einen astrein fiesen Hügel, was man der Karte so gar nicht angesehen hatte. Da wurde es doch mal kurz saunaartig in der Regenkluft. Aber dafür konnten wir mehrfach von oben betrachten, wo wir unten landen würden.

Sligo kam zunächst sehr stressig rüber weil ziemlich verkehrsverseucht. Dazu regnete es mal wieder kurz sehr kräftig, als wir versuchten, eine Unterkunft zu finden. Nach einigen falsch eingeschlagenen Richtungen fand ich dann doch ein von mir im Vorfeld präferiertes B&B mitten in der Stadt.

Paddy Ryans Nachbar

Tullamore – Rooskey 81 km 

Der morgendliche Blick aus dem Fenster verhieß nichts Gutes. Grau und windig. Nichtsdestotrotz wurde wie sonst ein reichhaltiges Frühstück eingenommen und wie immer um kurz nach neun gestartet. Und schon beim Start waren erste Wolkenlücken im Grau zu sehen und wir sollten noch sehr viel Sonne abbekommen. Man sollte einen Tag nie vom Blick aus dem Fenster beim Aufwachen beurteilen, und schon gar nicht in Irland.

Ein erster Kaffeestopp bot sich in einem winzigen Ort namens Horseleap an. Trotz seiner Winzigkeit hatte sich hier Paddy Ryans Pub mit angeschlossenem Laden erhalten können. Auffallender jedoch war das Haus des Nachbarn: schon von außen eine Schönheit, da flächendeckend mit alten Emaille-Schildern behängt. Während wir dieses Haus bewunderten und fotografierten, unterhielten wir uns mit einem netten ortsansässigen Iren. Er erzählte von seinem letzten Radausflug, dass er beim Uphill dermaßen Gas gegeben hätte, dass er völlig erschöpft vom Rad gefallen sei und seitdem nie wieder Rad gefahren sei.

  
Währenddessen  bekam der Nachbar Wind davon, dass zwei Radler in diesem Ort aufgetaucht waren, und er stellte wie zufällig sein Tandem nach draußen. Ein wunderbares Stück, laut seiner Aussage von 1916, in hervorragendem Zustand. Stolz zeigte er uns noch ein weiteres wunderschönes Stück, ein Bäckerrad, was nicht viel jünger war. Außer Rädern würde er noch Motorräder und Traktoren sammeln, wie er meinte, aber die zeigte er uns nicht alle. 

  
Mittlerweile hatten wir uns bei Paddy Ryan im Pub eingefunden. Hier bekamen wir Kaffee und als Snack bot er uns eine Auswahl an Schokoriegeln aus dem Laden an – wir sollten uns die nehmen, die wir am liebsten wollten. 

Danach ging es über ruhige kleine Sträßchen weiter. Das Land hatte wieder leichte Bodenwellen bekommen und die Einfamilienhausdichte sinkt zum Glück stetig. Dennoch konnten wir zweimal den heißen Atem wütend bellender Hunde an unseren Knöcheln fühlen. Köter scheinen hier oft nicht wirklich wohlerzogen zu sein, zumindest gegenüber Radfahrern.

  
Dank der hervorragenden Planung von komoot und der Dame, die immer genau weiß, wo es lang geht und das dann unmissverständlich ansagt, fanden wir problemlos nach Longford. Scone, Apple Crumble und Tee stärkten uns für die letzten 15 km. Diese waren dann leider auf der National Road zu absolvieren, alles andere hätte lästig viel Umweg bedeutet. Aber dank breiter Seitenstreifen meist kein Problem. Dass in Irland wenig Verkehr sei, ist allerdings wohl eine Wahrheit, die eher der Vergangenheit angehört.

Fiese Köter im Dauervorort

Tullow – Tullamore 90 km

Unsere Räder hatten sicher übernachtet im Garten der „Laburnum Lodge“ kurz vor Tullow. Wurden sie doch aufs heftigste bewacht von zwei eher ungemütlich wirkenden Hunden, die scheinbar frei herumliefen, aber über ein elektronisches Halsband nicht über eine virtuelle Linie hinaus liefen. Das wurde uns erklärt, aber ein mäglicher Fahrraddieb hätte dies nicht gewusst und schnell Reißaus genommen.

Wir radelten weiter Richtung Nordosten. Was gestern schon auffiel, heute aber noch viel spürbarer war: überall neue, ziemlich klotzige Einfamilienhäuser. Über Stunden fuhren wir durch einen gefühlten Dauervorort. Dublin ist ja nicht weit weg und offensichtlich habe die Iren keinerlei Beschränkungen, was die Zersiedelung ihrer Landschaft angeht. Landwirtschaft findet nur noch ein bisschen zwischen den Einfamilienhäusern statt: hier eine Herde Kühe, die auf die Kinderhüpfburg glotzt und dort ein eingeklemmtes Äckerchen zwischen englischen Rasen.

Ungemütlich auftretende Hunde begleiteten uns dann auch fast den ganzen Tag. Denn diese waren nebst englischem Rasen oft ebenfalls in der Ausstattung der Häuser enthalten und der eine oder andere wagte tatsächlich so etwas wie einen Nahangriff. Einmal hatte ich fast Bedenken, dass mir ein wütender Corgi zwischen die 18-Zoll-Räder gerät. Bei manchen Hunden war man froh, dass sie nicht eben mal über den Zaun sprangen.

Zu den Kaffeepausen hatten wir zweimal „Cream Tea“, das sind Scones mit Marmelade und Schlagsahne und Tee dazu. Seit Graham entdeckt hat, dass es eine englische Cream Tea Society gibt, die am 26. Juni zum internationalen Cream Tea Day“ aufruft, wird er nicht müde, davon zu schwärmen. Und heute hatten wir das direkt zweimal. Zu beachten ist, dass die Marmelade unter die Schlagsahne auf den Scone kommt. Und man muss jeden Bissen mit einem Häufchen Schlagsahne versehen, nicht etwa von vornherein einen Berg Sahne auf dem Scone verteilen. Das machen nur Anfänger. Weil sonst landet man mit der Nase in der Sahne, versteht sich. Man kann so viel falsch machen.

  
Erst gegen Ende dieser sehr flachen Tagesetappe wurde das Land wieder mehr zum Land. Und ab und zu war tatsächlich eines dieser offensichtlich im wesentlichen überall abgerissenen alten Bauernhäusern zu sehen. Solche, wie man sie vor gut 25 Jahren überall sehen konnte, als ich das erste Mal in Irland war.

  
Unser heutiger Zielort war Tullamore, bekannt durch das gleichnamige geistreiche Getränk mit dem Zusatz „Dew“. Hier sind wir im feudalen Bridge House Hotel abgestiegen, welches unter der Woche Übernachtungen zu einem wenig höheren Preis als übliche B&B anbietet.  Und werde mir gleich noch eine geringe Menge dieses geistreichen Getränks zuführen. Wenn man schon mal hier ist.

Land der tausend Grüntöne

Rosslare – Tullow 90 km

OK, heute morgen waren zunächst die Grautöne dominierend. Ein frischer Wind blies uns zudem ins Gesicht, als wir dei ersten 15 km nach Wexford auf der Hauptstraße zurücklegten. Graham hatte mich vorbereitet: die Hauptstraßen hätten hier alle einen breiten Seitenstreifen und zudem kaum Verkehr. Und tatsächlich war dieses erste Teilstück verglichen mit britischen Hauptstraßen tiefenentspannt.

In Wexford holten wir in einem netten Café ein ordentliches Frühstück nach. In unserer Budget Accomodation hatte es nämlich nur „continental“ gegeben – was allerdings ausschließlich aus ein wenig Toast und Marmelade bestand und wir damit definitv der Gefahr ausgesetzt waren, nach spätestens 40 km unterernährt vom Rad zu fallen.

Die Strecke führte uns weiter über nette, ruhige ländliche Sträßchen. Nicht sehr spektakulär, aber sehr nett. Auffallend war die hohe Anzahl an neuen, lixuriösen Einfamilienhäusern, die die Gegend ziemlich zersiedeln. Offensichtlich ein Produkt des 2008er-Booms, allerdings sind einige auch schon wieder zu verkaufen. Der eine oder andere wird sich wohl verhoben haben.

In Enniscorthy war Mittagspausenzeit. Enniscorthy hat ein Schloss aus dem 13. Jahrhundert und einen enorm steilen Hügel, auf der dieses Schloss seit damals steht. Außerdem war dort das Restaurant „Holy Grail“, dem wir einen Besuch abstatteten. Allerdings gab es nur eine Auswahl von vier verschiedenen Hauptgerichten, alle zum selben Preis. Obwohl ich noch vom Doppelfrühstück gut gesättigt war, gab es eine ordentliche Portion Lachs mit Gemüse  und einem gefühlten Mount Everest an Mashed Potatoes. Graham schaffte seine Portion, ich kapitulierte am letzten Mashed-Potatoe-Basislager.

  
Und die Sonne kam wieder heraus. Was haben wir für ein Glück mit dem Wetter. Je weiter wir nördlich kamen, desto weniger war die Gegend zersiedelt. Lange radelten wir am Fluß Slayne entlang. In der Ferne erhoben sich die Wicklow Mountains immer deutlicher. 

  
Trotz der Kommunionfeier im River’s Edge im Bunclody servierte man uns eine Kanne Tee. Graham gönnte sich einen Obstsalat mit einer Kugel Eis. Ich war immer noch gesättigt.

Der letzte Abschnitt war wieder ein wenig hügeliger. Mit der Abendsonne und immer mal wieder einem weiten Blick auf die umliegenden Hügel in allen Grüntönen dieser Erde umso schöner. Dennoch waren wir froh, kurz vor Tullow unser telefonisch reserviertes B&B zu finden. Kaum erwähnenswert, dass Graham noch mal ein Hauptgericht verdrückte, während ich mich mit einem Salatteller begnügte.

Goodbye Wales, hello Ireland!

Im sonnendurchfluteten Wintergarten unseres B&B starteten wir mit einem wieder einmal reichhaltigen und guten Welsh Breakfast den Tag. Die Kalorien wurden nach den Start gebraucht: zunächst ging die Radroute quasi senkrecht die Klippe hinauf. Aber wir wurden wieder einmal mit einer gigantischen Aussicht auf die Klippen und die umliegenden Orte belohnt. Ein fast noch anstrengenderer Abschnitt der Radroute Nr. 4 als wir ihn gestern nachmittag hatten, aber ein absolutes Highlight.

  
Wir durchquerten Tenby. Ein sehr touristischer Ort, der überflutet von Pfingsturlaubern war. Trotz des Tourismus hat der Ort seinen Charme bewahrt. Die Häuserzeile direkt an der Küste vermutete man eher in Südfrankreich, sowieso bei diesem hervorragenden Wetter, welches wir heute wieder hatten.

Weiter ging es auf Nr. 4 Richtung Pembroke zum Fähreterminal. Wir dachten immer wieder, dass die Route jetzt flach verlaufen würde, aber in dem Moment, wo einer von uns das ausgesprochen hatte, ging es um die Kurve und der nächste steile Anstieg war vor der Nase. Die Route lässt zuverlässig keinen höchsten Punkt aus.

Als wir irgendwann in ein Dorf kamen, stellte sich die Frage nach einem Kaffee. Wir fragten Passanten, ob es in diesem Dorf ein Kaffee gäbe. Nach einigem Hin und Her und nachdem wir die beiden nochmal gefragt hatten, bekamen wir genauere Anweisungen: das Café war in ein Gartenzentrum integriert. Dort saß man sehr nett neben hundertjährigen Olivenbäumen mit Petersilie auf den Terrassentischen.

  
Bald waren wir in Pembroke. Und nach einigem „wibbly-wobbly“, wie der Engländer zu verstärktem Zickzack auf möglich und unmöglich angelegten Radwegen sagt, hatten wir auch das Fähreterminal erreicht. In Irland angekommen legten wir aber nur noch ein paar Meter zu unserer vorausgebuchten Unterkunft zurück. Morgen geht es weiter, wieder mit Euro und Kilometern.