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Köpmanholmen, again

Spiegelglatt war die Ostsee, als wir am Sonntag viel zu früh zu den letzten Kilometern nach Köpmanholmen aufbrachen. Die beiden sehr netten Kinder von Tove schauten fasziniert unserem Start zu, denen boten wir eine willkommene Abwechslungsshow zum Wald- und Wanderprogramm.
Die Entfernung an sich war nicht sehr lang. Stefan entschloss daher, hier noch ein Inselchen zu umrunden und da noch um ein Eckchen rum zu fahren. Irgendwann wurde ich aber ungeduldig so kurz vor dem Abschluss, musste doch der Rücktransfer auch noch organisiert werden. Dafür hatte wir allerdings noch ein sehr nettes Stück Strecke zwischen zwei dicht stehenden Inseln mit einem gemütlichen Dorf, was sich links und rechts der jeweiligen Ufer erstreckte. Das waren die Inseln, die wir am Tag der Notlandung von der anderen Seite des Sunds fotografiert hatten, als sie sich wunderbar von der Anendsonne angestrahlt vom tiefgrauen Himmel abhoben.
Es folgte ein letztes etwas langes zähes Geradeausstück nach Köpmanholmen. Pünktlich zur Mittagessenszeit waren wir aber da. Unseren Kajakvermieter erreichten wir nicht gleich, so konnten wir schon in Ruhe das Dagen’s Schnitzel genießen.
Als wir dann doch mal anfingen, unser Gelotter aus den diversen Löchern der Kajaks auszuräumen, kam Jonathan mit Auto und Hänger um die Ecke. Perfekte Zeitplanung, schon wieder. Alles vertäut und verstaut ging es zurück in die Outskirts von Örnsköldsvik. Eine schöne Strecke nicht über die E4, sondern durch zahlreiche rotbehauste Dörfer immer wieder auf Schottersträßchen am Wasser entlang bekamen wir kostenlos obendrein.
Nicht mal sauber machen müssten wir unsere langen gelben Behelfssandkästen, auch das war im Service inbegriffen. Unsere Rucksäcke waren nicht verkauft worden, und so wurde das Gelotter wieder in letzter hinein gepuzzelt.
Da Jonathan den Laden sowieso gerade schloss und nach Örnsköldsvik Downtown musste, nahm er uns mit und setzte uns vor der Tür des uns wohlbekannten Elite Plaza Hotels ab. Dort hatten wir wieder ein Zimmer im elften Stock mit Aussicht und eine unglaublich angenehme Dusche und unser erstes Abenteuer war rum. Schön war es!

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Großer Teich

Herausfordernd große Wasserflächen warteten auf dem Rückweg von Trysunda zum Festland auf uns. Und der Wind war zwar nicht heftig aber doch deutlich und wir erwarteten ihn von vorne. Im geschützten Hafen selbst kann man das nie wirklich beurteilen. 
Aber was war das? Aus dem schützenden Sund heraus gefahren unterstützte uns dieser deutlich 
Wind netterweise und blies uns voran. Wir hielten uns denn auch gar nicht lange mit dem Verstecken hinter Wind- und wellenschützenden Inseln auf sondern löffelten direktemang auf Köpmanholmen zu. Aus von Stefan sehr vorsichtigen vier Stunden Schätzung, die wir bis dorthin brauchen sollten, wurden so weniger als zwei. 
Und wieder hatten wir den Regenschauer, der just dort eintraf, mit Mittagspausenrestaurant entschärft. 
Und der Wind, der uns spätestens jetzt entgegenhalten sollte, war auch eben mal eingeschlafen. Entspannt schaukelten wir Richtung Südspitze dieser Halbinsel, die wir umrunden wollten und danach am Höga-Küsten-Wanderweg auf einem Inselchen in einer der dortigen Übernachtungshüttchen nächtigen wollten.
Kurz vor der Südspitze wär aber urplötzlich noch einmal ganz anderes Programm geboten. Der Wind frischte in kürzester Zeit dermaßen auf und hielt uns entgegen, dass plötzlich überhaupt nichts mehr ging. Umrunden der Süspitze schien unter diesen fast stürmischen Bedingungen auch mindestens unvernünftig. Kurz entschlossen drehten wir um und fanden auch gleich einen Strandzeltplatz. Auch hier erwies sich die Zeitplanung als kaum verbesserbar: eben stand das Zelt, fing es auch noch an zu regnen.

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