Kontrastprogramm

30.07.2013

Der Morgen begann grau in grau in Gällivare, dem Ort mit dem dazu passenden Ambiente. Die erste Aktion beinhaltete, den Bus ins Gebirge zu bekommen, mit dem es ca. 200 km in östliche Richtung zum Ausgangspunkt des Padjelantaleden gehen sollte. Das bedeutete zunächst dreieinhalb Stunden Busfahrt. Die Entfernungen haben eben ganz andere Kaliber, als wir sie von unserem engen Deutschland gewohnt sind.
Wir waren nicht die einzigen. Ein Nachtzug schien sich komplett auf den Wanderbus entleeren zu wollen, der Busfahrer forderte sogar noch einen Verstärkungsbus an, da schnell alle Sitzplätze belegt waren. Wir waren scheinbar nicht die einzigen, die auf die Idee gekommen waren, in die Berge zum Wandern zu wollen…
Nach stundenlangem Geschaukel auf immer löchrigerer Straße erreichten wir schließlich Ritsem. Loslaufen konnten dort aber nur die Wanderer, die Richtung Norden wollten. Wir mussten noch den See überqueren und das Boot dafür fuhr erst knapp zwei Stunden später. In der Ritsem Fjällstation gibt es allerdings Kaffee und Bullar, wie passend.
Es folgte die Bootsfahrt. Immerhin 46 Mitreisende waren mit zum Teil grotesk großen Rucksäcken bewehrt und hatten offensichtlich ähnliche Ziele. Das Boot war also mit Rucksäcken und Menschen ordentlich voll.
Am südlichen Ufer angekommen, waren die Wanderwegschilder nicht zu übersehen und wiesen uns sofort den Weg zur Akka-Hütte. Es handelte sich um eine sehr kurze Etappe von gerade mal zwei Kilometern. Wir hätten vermutlich auch die nächsten vierzehn zur Kisuris-Hütte geschafft, entschieden uns aber zum Bleiben.
Und obwohl wir nur zwei Kilometer auf gutem Wanderweg unterwegs waren sind wir komplett „raus“. Kein Mobilfunknetz, kein Strom, fließend kalt Wasser aus dem Quellwasserschlauch vor der Hütte, immerhin Küchenzeilen mit Gaskochern in den Schlafräumen.
Dafür eine gigantische Aussicht auf die gegenüberliegenden Gipfel mit echtem Gletscherlein, unten der See mit türkisfarbenem Wasser, dort wo der Gletscher hineinfließt. Und das Wetter hatte sich auch wieder nach sehr schön entschieden. Stundenlang saßen wir noch dort und genossen sie.

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