Land der tausend Grüntöne

Rosslare – Tullow 90 km

OK, heute morgen waren zunächst die Grautöne dominierend. Ein frischer Wind blies uns zudem ins Gesicht, als wir dei ersten 15 km nach Wexford auf der Hauptstraße zurücklegten. Graham hatte mich vorbereitet: die Hauptstraßen hätten hier alle einen breiten Seitenstreifen und zudem kaum Verkehr. Und tatsächlich war dieses erste Teilstück verglichen mit britischen Hauptstraßen tiefenentspannt.

In Wexford holten wir in einem netten Café ein ordentliches Frühstück nach. In unserer Budget Accomodation hatte es nämlich nur „continental“ gegeben – was allerdings ausschließlich aus ein wenig Toast und Marmelade bestand und wir damit definitv der Gefahr ausgesetzt waren, nach spätestens 40 km unterernährt vom Rad zu fallen.

Die Strecke führte uns weiter über nette, ruhige ländliche Sträßchen. Nicht sehr spektakulär, aber sehr nett. Auffallend war die hohe Anzahl an neuen, lixuriösen Einfamilienhäusern, die die Gegend ziemlich zersiedeln. Offensichtlich ein Produkt des 2008er-Booms, allerdings sind einige auch schon wieder zu verkaufen. Der eine oder andere wird sich wohl verhoben haben.

In Enniscorthy war Mittagspausenzeit. Enniscorthy hat ein Schloss aus dem 13. Jahrhundert und einen enorm steilen Hügel, auf der dieses Schloss seit damals steht. Außerdem war dort das Restaurant „Holy Grail“, dem wir einen Besuch abstatteten. Allerdings gab es nur eine Auswahl von vier verschiedenen Hauptgerichten, alle zum selben Preis. Obwohl ich noch vom Doppelfrühstück gut gesättigt war, gab es eine ordentliche Portion Lachs mit Gemüse  und einem gefühlten Mount Everest an Mashed Potatoes. Graham schaffte seine Portion, ich kapitulierte am letzten Mashed-Potatoe-Basislager.

  
Und die Sonne kam wieder heraus. Was haben wir für ein Glück mit dem Wetter. Je weiter wir nördlich kamen, desto weniger war die Gegend zersiedelt. Lange radelten wir am Fluß Slayne entlang. In der Ferne erhoben sich die Wicklow Mountains immer deutlicher. 

  
Trotz der Kommunionfeier im River’s Edge im Bunclody servierte man uns eine Kanne Tee. Graham gönnte sich einen Obstsalat mit einer Kugel Eis. Ich war immer noch gesättigt.

Der letzte Abschnitt war wieder ein wenig hügeliger. Mit der Abendsonne und immer mal wieder einem weiten Blick auf die umliegenden Hügel in allen Grüntönen dieser Erde umso schöner. Dennoch waren wir froh, kurz vor Tullow unser telefonisch reserviertes B&B zu finden. Kaum erwähnenswert, dass Graham noch mal ein Hauptgericht verdrückte, während ich mich mit einem Salatteller begnügte.

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3 Gedanken zu „Land der tausend Grüntöne

  1. scrooge

    Schön, dass ihr wieder zusammen unterwegs seid. Ich lese immer gern beide Versionen eurer Reiseberichte, da doch jeder auf andere Dinge achtet. Weiterhin gute Fahrt und viel Spaß auf der grünen Insel. 🙂

    Antwort

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