London per Rad

24.5.2017

Der erste Tag der Reise war als Städtebesichtigung und -cruising geplant. Nachdem wir in einem hübschen Kaffee mit rosenbewachsener Terrasse gefrühstückt hatten, brachen wir per Rad auf. Swens erste Skepsis gegenüber der Bewegung innerhalb Londons mit dem Rad hatte sich mit der Fahrt vom Flughafen am Vortag gelegt, als wir das Stadtzentrum gut und fast ausschließlich auf vernünftigen Radwegen erreicht hatten. Besonders bemerkenswert sind die neuen Cycle Super Highways – hier wurde zum Teil die halbe Straße, z. B. an der Themse entlang abgetrennt und fast kreuzungsfrei für die Radler eine neue Trasse gebaut. Sogar mit Ein- und Ausfädelspuren, wie auf einer Autobahn eben. Das Tempo ist aber auch dementsprechend, ein großer Teil der wahren Radlermassen ist mit dem Rennrad unterwegs und der Rest heizt auch gewaltig die flachen Strecken entlang.

Wir bewegten uns langsam Richtung Osten und erreichten bald die „Mall“ vor dem Buckingham Palace. Siehe da, alles abgesperrt – die achtspurige Straße völlig befreit von automobilem Verkehr, nur Fußgänger und schmale Fahrradfahrer gelangten durch die massiven Absperrtore, die Fußgänger blieben jedoch hinter den Gattern auf dem Pavement. Ich folgte einem Radler, der auf der abgesperrten Straße zügig davon fuhr. Wir hatten es auf unserer Besichtigungstour nicht sehr eilig und bummelten die autoleere Prachtparade entlang. Eigenartigerweise schien sich keiner der zahlreich vorhandenen Polizisten für unsere Anwesenheit zu interessieren. Sodass wir sogar noch ein Actionfoto machen konnten – Queen Dagmar rollt auf der Mall von Buckingham Palace herunter.

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Dann hupte uns aber ein rasendes Polizeiauto vom Boulevard. Wir retteten uns auf die Seite, und – Sekunden später rauschte ein Rolls Royce vorbei, darin sitzend die Queen im grünen Kostüm nebst ihrem Gatten. Sozusagen in Spuckentfernung an uns vorbei.

Wir drehten noch diverse Runden an allen möglichen zu besichtigenden Monumenten und an kilometerweite im Stau stehenden Bussen, Taxis und sonstigen Fahrzeugen vorbei, bis wir schließlich ein wenig urban ermattet im Hyde Park landeten und uns dort Liegestühle mieteten. Ein sehr empfehlenswerter Ruhepunkt dieser völlig ruhelosen Großstadt.

Als letzten Besichtigungsprogrammpunkt machten wir noch einen Abstecher nach Little Venice. Ein Kleinod englischer Kanalidylle, und das in unmittelbarer Nähe des Bahnhofs Paddington.

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Und am Ende des Tages waren auf diese Art und Weise über 40 km auf dem Kilometerzähler zusammen gekommen. Auf jeden Fall eine sehr empfehlenswerte Art und Weise, um London kennen zu lernen. Man sieht enorm viel und läuft sich nicht die Füße rund!

 

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