Südfranzösischer Sommer

Recht spät brachen wir auf diesen Morgen. Graham war sehr spät angekommen, zum Glück ziemlich pünktlich nach für ihn funktionierender Zugverbindung, 24 Stunden von Südwestengland. Und wir mussten natürlich noch kurz beide das vergangene Jahr Revue passieren lassen, deswegen war ein gemütlicher Start geplant.

Am Start, mitten in Avignon

Am Start, mitten in Avignon

Ziemlich schnell hatten wir den Ausgang aus Avignon gefunden. Einmal über die Rhone drüber (nein, nicht über die halbfertige Brücke und dann schwimmen, man hat inzwischen fortschrittlichere Modelle gebaut) war man sofort raus aus der Stadt und fand sich auf lauschigem fast zugewachsenen Sträßlein wieder.
In Aramon trafen wir Frank, den ich seit letztem Jahr aus der Google+-Radel-Community kenne. Er war aus Pernes-les-Fontaines hergeradelt extra um uns ein Stückchen zu begleiten. So plauderten und radelten wir in das nächste Dorf, wo wir in einer sehr französischen Bar die vormittägliche Kaffeepause zu dritt genossen. Social Media ist klasse 🙂
Weiter ging es in gemütlichem Takt zum Pont Du Gard. Dieser ist inzwischen autofrei, aber dafür nur nach Entrichtung einer Eintrittsgebühr zu überqueren. Vor ca. 30 Jahren konnte man noch mit dem Automobil drüber fahren und auf dem beeindruckenden Monument ganz oben auf den Deckelplatten umher laufen. Bei starkem Mistral war das noch beeindruckender damals – vermutlich auch für die Lehrer, die damals noch Aufsicht über unsereines führen mussten…
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Immer wärmer wurde es mit fortschreitendem Nachmittag. Wir wähnten uns zeitweise kurz vor der Sahara, die ersten Kakteen und Palmen nebst dem üblichen Ginster und Klatschmohn (und Zypressen und Pinien und und und….) waren schon am Straßenrand hier und dort wahrzunehmen. Wir wurden also ohne Gnade direkt in den südfranzösischen Sommer katapultiert heute.
Daher forcierten wie das Tempo nie, rollten unangestrengt über sanfte Hügel und fanden wie auf Befehl nach nahezu exakt 80 km (reicht für einen ersten, heißen Tag, oder?) ein wunderhübsches Chambre d’hôte mit supernettem Wirtsehepaar nebst wuscheligem Hund, der nach eingehender Prüfung der Räder sofort Freundschaft mit uns schloss.
Vézénobres, das ist unser heutiges Etappenziel, ist ein wunderschönes mittelalterliches Dorf, komplett saniert und malerisch auf einem Hügel gelegen. Und wir fanden sogar ein sehr hübsches Restaurant dort, wo wir die Energiespeicher mit einer exzellenten Lammtajine wieder befühlen konnten.
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